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Wie voll ist der Bus?

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Wie voll ist der Bus? Lichtschranken für den MVV

Zu Corona-Zeiten ist die Frage wichtiger geworden: Wie voll ist der Bus? Der Münchner MVV hat einige Busse jetzt mit Lichtschranken ausgestattet. Auf der Fahrplan-App ist dann zu sehen, ob der anvisierte Bus schon voll ist.

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Von
  • David Donocik

Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund MVV hat einen neuen Service für Fahrgäste von Regionalbussen gestartet. In vielen oberbayerischen Landkreisen können sie schon von zuhause aus eine Prognose einsehen, wie voll der Bus sein wird, in den man später einsteigen wird.

Voll, halbvoll oder leer

Auf der Homepage der MVV können Nutzer die gewünschte Fahrt suchen: Hat man die Fahrt angeklickt, erscheint eine Vorhersage, wie ausgelastet diese Fahrt sein wird. Die Auslastungs-Prognose wird in einem grauen Kasten dargestellt. Drei Piktogramme bedeuten: Der Bus wird voll sein - null Piktogramme bedeuten: Der Bus wird leer sein. Möglich macht es ein automatisches Zählsystem, das in den Bussen eingebaut ist: Steigen Fahrgäste ein, durchlaufen sie eine Lichtschranke, die über den Türen installiert ist. Mit diesen Daten erstellt der MVV eine Prognose der Auslastung. "Je mehr Datensätze einlaufen, desto genauer werden die Prognosen,“ so MVV-Pressesprecherin Franziska Hartmann. Das System soll nicht nur als Service für die Fahrgäste dienen: Durch die Prognosen soll auch die Verkehrsplanung erleichtert werden. So soll der MVV mit größerer Datenlage auf äußere Einflüsse reagieren und seine Busflotte je nach Verkehrsaufkommen zeitnah anpassen können.

Zahl der "Prognose“-Busse soll steigen

Bislang sind rund 50 von insgesamt 800 Regional-Bussen des MVV mit dem Auskunftssystem ausgestattet. Sie fahren in den Landkreisen München, Bad-Tölz-Wolfratshausen, Freising, Fürstenfeldbruck und Starnberg. Auch die anderen Kreise, die im MVV-Gebiet liegen, haben laut Hartmann Interesse an dem Auskunftssystem bekundet. Die Zahl der Busse mit Fahrgast-Prognose soll stetig weiterentwickelt werden. Das Projekt wurde im Jahr 2019 - also schon vor der Corona-Krise - beschlossen und wird vom Bundesverkehrsministerium gefördert.

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Bildrechte: MVV

Piktogramme zeigen, wie voll der Bus beim Einstieg sein wird.

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