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Wie soll die neue Innpromenade in Passau aussehen? | BR24

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Wie wird die Passauer Innpromenade in Zukunft aussehen? Viele Bürger sorgen sich um den Flair der beliebten Flaniermeile, wenn dort eine Hochwassermauer gebaut wird. Eine Computeranimation soll jetzt für Klarheit sorgen. Heute Abend sie vorgestellt.

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Wie soll die neue Innpromenade in Passau aussehen?

Wie wird die Passauer Innpromenade in Zukunft aussehen? Viele Bürger sorgen sich um den Flair der beliebten Flaniermeile, wenn dort eine Hochwassermauer gebaut wird. Eine Computeranimation soll jetzt für Klarheit sorgen. Heute Abend sie vorgestellt.

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Der geplante Hochwasserschutz für die Innpromenade in Passau sorgt seit Jahren für erregte Debatten. Viele Bürger sind besorgt, dass eine Hochwassermauer der beliebten Flaniermeile ihren Charme nehmen könnte. Bisher gibt es nur Skizzen von den Plänen, jetzt hat die Stadt eine Computeranimation anfertigen lassen, damit sich die Bürger eine bessere Vorstellung von der geplanten Maßnahme machen können. Am Montag wird der Film erst im Stadtrat (16.15 Uhr) und dann in einer Bürgerversammlung (19.30) vorgestellt.

Reaktion auf Hochwasser 2013

2013 erlebte die Stadt Passau das schlimmste Hochwasser seit 500 Jahren, die Altstadt zwischen Donau und Inn wurde dabei komplett überflutet. In der Folge wurde nach Möglichkeiten gesucht, den Hochwasserschutz zu verbessern. Für sechs besonders betroffenen Stadtteile wurden daraufhin Maßnahmen ins Auge gefasst. Die Umsetzung dieser Projekte läuft oder ist in der Planung.

Demos für Kastanien

Für besonders emotionale Reaktionen bei den Passauer Bürgern haben dabei von Beginn an die Planungen einer Schutzmauer an der Innpromenade gesorgt. Als zur Debatte stand, dass dem Hochwasserschutz auch eine Kastanienallee entlang der lauschigen Flaniermeile geopfert könnte, gab es am Innufer Demonstrationen und eine Menschenkette besorgter Bürger.

© BR/Uli Scherr

Die liebste Flaniermeile der Passauer: So sieht die Innpromenade derzeit aus.

© Stadt Passau/ Büro Tauber

Der Siegerentwurf aus dem Planungswettbewerb von 2018: Eine Mauer würde das Antlitz der Promenade verändern.

© BR/Uli Scherr

Die Innpromenade mit Blick nach Westen.

© Stadt Passau/ Büro Tauber

Der Siegerentwurf würde den Erhalt der Kastanienallee garantieren, sieht aber immer noch den Bau der umstrittenen Schutzmauer vor.

Österreicher gewinnen Wettbewerb

Bereits im Jahr 2018 fand ein Planungswettbewerb zum Hochwasserschutz an der Innpromenade statt. Der Siegerentwurf kommt von einem Büro aus Österreich. Dessen Pläne würden immerhin den Erhalt der Kastanien an der Innpromenade garantieren, sehen aber immer noch den Bau der umstrittenen Schutzmauer vor.

Film soll Klarheit schaffen

Nachdem das zuständige Wasserwirtschaftsamt die Umsetzbarkeit des Siegerentwurfs geprüft hat, ließ die Stadt jetzt eine Computersimulation anfertigen, damit sich Stadtrat und Passauer Bürger ein Bild von der möglichen Anmutung der Innpromenade nach einer Hochwasserfreilegung machen können. Der dabei entstandene Film wird am Montag dem Stadtrat und in einer Bürgerversammlung vorgestellt.

Umsetzung dauert noch Jahre

Bis tatsächlich eine Hochwassermauer an der Innpromenade gebaut werden kann, dürften aber noch Jahre vergehen. Sollte der Stadtrat dem jetzigen Entwurf seine Zustimmung geben, wäre nach Angaben der Stadtverwaltung das Wasserwirtschaftsamt am Zug, die konkreten Planungen aufzunehmen. Erst nach einem dann folgenden Planfeststellungsverfahren könnte der Freistaat Bayern als Bauherr mit Baumaßnahmen an der Innpromenade beginnen.