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Wie sich Bayern auf der Sicherheitskonferenz präsentiert | BR24

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Bayern auf der Sicherheitskonferenz: Gespräche und Schwerpunkte

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Wie sich Bayern auf der Sicherheitskonferenz präsentiert

Rund 40 Staats- und Regierungschefs, 100 Minister sowie Vertreter der Wirtschaft - die Münchner Sicherheitskonferenz ist ein Stelldichein der Weltpolitik. Und mittendrin: Politiker der bayerischen Staatsregierung.

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Aufstellen für das Gruppenfoto auf den Stufen: Mehr als 170 Frauen kommen am Samstagmorgen beim Women’s Breakfast in der Münchner Residenz zusammen. Auf Einladung der bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber.

"Wenn man sich vorstellt, dass bis zum Jahr 2050 ca. 10 Milliarden Menschen auf dieser Welt leben werden, dann ist es tatsächlich so, dass wir auch die Ernährungssouveränität der Länder, der Nationen auch sichern müssen. Und deswegen müssen wir alles daran setzen, dass wir versuchen, Land zu schützen und die Ressourcen wie Wasser auch zu erhalten." Michaela Kaniber, bayerische Landwirtschaftsministerin

Es ist ein Netzwerktreffen von Frauen in der Außen- und Sicherheitspolitik. Mit dabei auch Nancy Pelosi, die demokratische Sprecherin im US-Repräsentantenhaus, sie musste noch vor dem Gruppenfoto weiter, die Gespräche in München sind bei vielen Teilnehmern eng getaktet.

Söder streckt für Bayern die Fühler aus

Bayern als Nabel der Welt – in den drei Tagen der Sicherheitskonferenz ist das nicht übertrieben. Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder nutzt die Hotelräume des Bayerischen Hofs für diplomatische Gespräche. Etwa mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Man werbe sehr dafür, dass sich die inneren Prozesse wie die Bekämpfung der Korruption verbesserten, so Söder, damit Investitionen bayerischer Unternehmen dort Sinn machten.

Gestern traf Markus Söder den Kommandeur der US-Armee in Europa, General Christopher Cavoli, heute dann Gespräche mit US-Senator Lindsey Graham, dem französischen Präsidenten Manuel Macron und Sebastian Kurz aus Österreich. Neben den großen Fragen zu Krieg und Frieden gehe es auch um wirtschaftliche Projekte auf der Sicherheitskonferenz. Bayern sei da ein gefragter Gesprächspartner.

Söder: "Wer redet, der schießt nicht"

"Ja, zum einen wollen wir hier ein guter Gastgeber sein, wir sind auch emotional der interessante Teil von Deutschland für viele, das merkt man so richtig – und ein bisschen nutzen wir diesen kulturellen Schub und Boden dafür, um einerseits natürlich für unsere Unternehmungen und Unternehmen etwas zu erreichen, aber gleichzeitig auch die deutsche Position zu verstärken. Ich glaube, die Zeiten, wo es darauf ankommt, eine bewusst andere Position als Berlin zu haben, die tragen in diesen Tagen weniger. Sondern eher, das Ganze zu verstärken und ich sag mal so: Wer redet und wer im Gespräch ist, der schießt nicht. Und das ist ganz wichtig." Markus Söder, Ministerpräsident Bayern

Auch Staatsminister Florian Herrmann trifft viele ausländische Politiker auf der Sicherheitskonferenz. Am Abend findet dann noch ein Empfang der Staatsregierung in der Münchner Residenz statt mit der Verleihung des Ewald-von-Kleist-Preises an die Vereinten Nationen. Die Laudatorin: Ursula von der Leyen.

Große Politik in der bayerischen Hauptstadt. Mehr als 1.200 Journalisten sind nach München gekommen. Da erhofft sich die Staatsregierung auch: Werbung für Bayern, die das Wochenende überdauert.

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