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Wie Kommunen Flächen sparen: Innenstadtentwicklung Parsberg | BR24

© Andreas Wenleder

Der Flächenverbrauch in Bayern sinkt zwar, ist aber immer noch hoch. Bei einer Regionalkonferenz in Regensburg wurde Parsberg als positives Beispiel vorgestellt.

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Wie Kommunen Flächen sparen: Innenstadtentwicklung Parsberg

Der Flächenverbrauch in Bayern sinkt zwar, ist aber immer noch hoch. Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat deshalb eine Initiative gestartet. Bei einer Regionalkonferenz in Regensburg wurde Parsberg als positives Beispiel vorgestellt.

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Das Thema Flächensparen wird in Bayern immer wieder groß diskutiert. Mittlerweile will sich auch die Staatsregierung dem Flächenfraß stärker entgegenstellen. Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat deshalb eine Flächenspar-Initiative gestartet und Parsberg im Kreis Neumarkt in der Oberpfalz gilt als positives Beispiel.

Regionalkonferenz in Regensburg

Bei zahlreichen Regionalkonferenzen überlegen die Teilnehmer, wie immer neue Gewerbe- und Baugebiete an den Ortsrändern vermieden werden könnten. Am Donnerstag war so eine Konferenz in Regensburg und hier wurden positive Beispiele aus der ganzen Oberpfalz vorgestellt. Eines dieser Beispiele ist die Stadt Parsberg. Hier soll der Flächenverbrauch durch eine Wiederbelebung der Innenstadt eingedämmt werden.

Parsberg holt Märkte in die Innenstadt

Zubetonierte Gewerbegebiete am Stadtrand gibt es auch in Parsberg. An der Autobahn A3 steht ein großer Autohof, gleich daneben zwei Discounter. Solche Supermärkte auf der grünen Wiese sollen in Zukunft nicht mehr möglich sein, sagt Bürgermeister Josef Bauer (CSU).

"Wir wollen Wohnen und Versorgung in der Innenstadt haben, nicht draußen in unserem großen Gewerbegebiet." Parsbergs Bürgermeister Josef Bauer

Seit Jahren versucht die kleine Stadt mit rund 5.000 Einwohnern den Ortskern aufzuwerten und die Innenstadt zu beleben. Um wieder mehr Menschen ins Zentrum zu holen, hat Bauer auf das Thema Einkaufen gesetzt.

Discounter und Drogeriemarkt ziehen Kunden an

Gegen viele Widerstände wurde mitten in der Stadt auf dem Gelände eines alten Lagerhauses ein großer Supermarkt angesiedelt. Daneben ein Discounter und ein Drogeriemarkt. Die Märkte zu überreden, nicht an den Stadtrand zu ziehen, zahlt sich für die anderen Geschäfte in der Innenstadt aus, sagt Bürgermeister Bauer. Vollsortimenter, Discounter und Drogeriemärkte würden viele Kunden anziehen. Das sei eine ideale Kombination, die sich auf die Innenstadt auswirke.

Geschäfte profitieren von Einkaufsmärkten in der Innenstadt

Tatsächlich scheint es, als könnten sich in Parsberg trotz der wenigen Einwohner viele Geschäfte halten. Es gibt auch kleinere Läden: Bäckereien, einen Metzger, aber auch einen Obst- und Gemüseladen, sowie ein Schreibwarengeschäft und einen Optiker. Auch einen Buchladen gibt es in Parsberg noch. Betreiberin Maria Anna Wegerer sagt, die großen Märkte in der Innenstadt würden ihr tatsächlich Kunden bringen.

Aber auch in Parsberg halten sich nicht alle Geschäfte. Der Elektroladen nebenan steht mittlerweile leer. Allein auf die zentralen Supermärkte könne sich ihr Buchladen deshalb nicht verlassen. Es brauche viel Engagement, Veranstaltungen, Schulbesuche und andere Lese-Aktionen, damit ihr Buchladen überleben kann, sagt Wegerer. Für die Zukunft des Geschäftslebens in der doch noch sehr grauen Stadtmitte, wünscht sich die Buchhändlerin deshalb auch noch mehr.

Parsberg will Innenstadt schöner machen und neu gestalten

Auch Bürgermeister Bauer sieht, dass Einkaufsmöglichkeiten allein die Geschäfte und Wohnungen in der Innenstadt nicht füllen werden. Im Konzept der Stadt spielt deshalb auch die Lebensqualität eine große Rolle. Die Umgestaltung des Parsberger Burgareals zu einem Ort an dem man sich gerne aufhält, sei hier ein erster Schritt gewesen. Bald soll auch die Innenstadt neu gestaltet werden. Damit diese belebt bleibt und große Märkte auf der grünen Wiese in Zukunft überflüssig werden.