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Wie Kleingärtner ihre Pflanzen vor den Eisheiligen schützen | BR24

© BR/Viktoria Wagensommer

Die Eisheiligen können nicht nur bei Landwirten, sondern auch in privaten Gärten einen erheblichen Schaden anrichten. Selbst die Pflanzen im Gewächshaus sind vor Frost nicht immer sicher. Kleingärtner in Kempten haben deshalb einige Tricks auf Lager.

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Wie Kleingärtner ihre Pflanzen vor den Eisheiligen schützen

Die Eisheiligen können nicht nur bei Landwirten, sondern auch in privaten Gärten einen erheblichen Schaden anrichten. Selbst die Pflanzen im Gewächshaus sind vor Frost nicht immer sicher. Kleingärtner in Kempten haben deshalb einige Tricks auf Lager.

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Die Eisheiligen sind dieses Jahr ziemlich pünktlich: Am Montag, 11. Mai, dem sogenannten Mamertus, ist die Kälte gekommen. So mancher Kleingärtner im Allgäu hat seine Pflanzen gut auf die Eisheiligen vorbereitet, zum Beispiel in der Kleingartenanlage am Kemptener Stadtweiher.

Ein Vlies-Zelt für das Maggikraut hält den Frost ab

Manfred Keppeler zum Beispiel hat ein weißes Vlies zugeschnitten, um sein Maggikraut, auch Liebstöckel genannt, zu schützen. Er hat kleine Stäbe um die Pflanze gesteckt, das Vlies über das Maggikraut gelegt und mit Klammern befestigt. Auf Perfektionismus legt der Kleingärtner dabei keinen Wert. Es muss nicht schön aussehen, nur die Triebe an den Spitzen schützen. Für seine Dahlien macht er sich noch weniger Mühe. Er stülpt einfach einen Eimer über sie, das hält den Frost ab.

So überstehen früh gepflanzte Zucchini die Eisheiligen

Hannelore Hinterdobler aus dem Nachbar-Schrebergarten kennt den Trick mit den Eimern auch, sie verwendet ihn aber für ihre Zucchini-Pflanzen, denn die vertragen gar keine Kälte, erzählt sie. Ihre Tomatenpflanzen hat sie dieses Jahr vorsorglich noch in der Wohnung gelassen. Denn wenn die schon im Gewächshaus sind, dann bedeuten die Eisheiligen für sie Stress.

Kerzen als Schutz gegen die Eisheiligen

Vor einiger Zeit hatte Hannelore Hinterdobler die Tomatenpflanzen während der Eisheiligen im Gewächshaus. Da war es nachts aber so kalt, dass sie gegen Mitternacht im Gewächshaus einen Gasofen aufgestellt hat. Aber man kann auch Kerzen nehmen, sagt sie. Kerzen geben zwar nicht besonders viel Wärme ab, im besten Fall aber genau so viel, dass die Pflanzen im Gewächshaus nicht erfrieren.

Schutz gegen die Kälte - auch für Insekten wichtig

Manfred Keppeler ist der Schutz gegen die Eisheiligen wichtig, nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Insekten. Bienen und Hummeln brauchen schließlich Blüten. Während der Eisheiligen geht er jeden Morgen in seinen Garten, deckt die Hauben und Eimer auf und schaut nach, wie es seinen Pflanzen geht, obwohl er eigentlich davon überzeugt ist, dass seine Schutzmaßnahmen die Pflanzen vor dem Erfrieren schützen. Am Freitag, dem 15. Mai, ist mit der kalten Sophie die letzte Eisheilige überstanden.