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BR24Live: "jetzt red i" - Wie geht’s an Bayerns Schulen weiter?

Wo die Inzidenz nach den Ferien über 100 liegt, gibt es Distanzunterricht – ein Stresstest für Schüler, Lehrer und Eltern. Bei "jetzt red i" stellen sich Kultusminister Piazolo und Bildungspolitikerin Wild der Diskussion. BR24 überträgt live.

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Von
  • BR24 Redaktion

Die Schüler, die kommen dürfen, sollen vor Ort mit kostenlosen Schnelltests getestet werden. So will es das bayerische Kultusministerium. Doch der Plan ist umstritten. Eltern fürchten um die Persönlichkeitsrechte ihrer Kinder. Lehrer wollen keine medizinischen Tests beaufsichtigen, da sie dafür nicht ausgebildet sind und kritisieren: "Klassenzimmer sind keine Testzentren".

Lehrer fordern Impfangebot

Streit gibt's auch ums Impfen. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) fordert in einem Brandbrief an die Staatsregierung ein schnelles Impfangebot und droht, dass Lehrerinnen und Lehrer, die bis Ostern nicht geimpft sind, nicht mehr für den Präsenzunterricht zur Verfügung stehen. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) weist die Forderung zurück und sagt, der "Versuch über eine Drohung die Impfreihenfolge zu ändern, hat in der ganzen Staatsregierung für Kopfschütteln gesorgt." Die Fronten scheinen verhärtet und der Impfstopp mit Astrazeneca für unter 60-Jährige verzögert die Impfungen der Lehrerinnen und Lehrer jetzt noch länger.

"Oberste Priorität hat für uns der Schutz der Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen. Dabei haben wir auch die sozialen und psychischen Folgen der Pandemie gerade für die Jüngeren im Blick. Mir persönlich ist vor allem wichtig, dass wir als Schulfamilie gemeinsam alles dafür tun, um die Schülerinnen und Schüler gut durch dieses Pandemie-Jahr zu begleiten und faire Bildungschancen zu wahren." Kultusminister Michael Piazolo, Freie Wähler

Belastung für Kinder und Eltern

Eltern leiden unter der Doppelbelastung von Homeoffice und Homeschooling. Vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien trifft die Schließung der Schulen hart. Viele wünschen sich deshalb flexible Alternativmodelle zum Distanzunterricht. Für Schüler, die jetzt ihren Abschluss unter Corona-Bedingungen machen müssen, ist die Situation besonders stressig. Schülervertreter fordern deshalb, dass das Zentralabitur ausgesetzt wird und die Schulen eigenständig die Aufgaben festlegen können. Schließlich wüssten die Lehrer vor Ort am besten, welcher Stoff durchgenommen wurde. Auch das "Grundschulabitur" soll – wenn es nach Eltern- und Lehrerverbänden geht – in diesem Jahr ausgesetzt werden. Um Druck von den Schülern zu nehmen, solle im Corona-Jahr nur der Elternwille entscheiden. Und die bildungspolitische Sprecherin der SPD verlangt zusätzlichen Förderunterrricht für die Schüler:

"Das Kultusministerium hat gedacht, das Schuljahr 2020/21 werde ein ganz normales werden. Diese naive Annahme war zum Scheitern verurteilt. Das rächt sich jetzt: Ohne Konzepte für digitales Lernen, ein stures Festhalten an Noten, Übertrittszeugnis und Abschlussprüfungen und ohne eine Test- und Impfstrategie leiden Schüler und Schülerinnen sowie die Lehrkräfte unter der unflexiblen Bürokratie. Außerdem brauchen wir dringend zusätzlichen Förderunterricht, weil sich sonst Bildungsungerechtigkeit auf Jahre zementiert." Margit Wild, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion

Diskutieren Sie mit!

Bringen Schnelltests mehr Sicherheit an den Schulen? Was ist die sinnvollste Teststrategie? Müssten alle Lehrerinnen und Lehrer früher geimpft werden? Gibt es Alternativen zum Distanzunterricht? Sollten die Abschlussschüler im Corona-Jahr einfacher und flexibler geprüft werden? Welche langfristigen Folgen hat Corona für Bayerns Schüler und Lehrer?

Über diese und andere Fragen diskutieren bei "jetzt red i" Bürgerinnen und Bürger live mit Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Margit Wild, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

Sie können sich jederzeit online an der Diskussion beteiligen: Schreiben Sie uns Ihre Meinung als Kommentar hier auf unserer Homepage oder als E-Mail an jetztredi@br.de. Oder diskutieren Sie mit in den sozialen Medien.

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