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Wie geht es weiter? Kinos in der Krise | BR24

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Der Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie könnte massive Auswirkungen auf die Kino-Branche haben. Der Hauptverband deutscher Filmtheater befürchtet, dass die Hälfte der bundesweit 1.700 Kinos die Krise nicht überleben könnte.

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Wie geht es weiter? Kinos in der Krise

Die Säle bleiben leer, die Leinwände dunkel. Der Lockdown könnte massive Auswirkungen auf die Kinos haben. Der Hauptverband deutscher Filmtheater befürchtet, dass die Hälfte der bundesweit 1.700 Kinos die Corona-Krise nicht überleben könnte.

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James Bond kommt später und auch ‚Berlin Alexanderplatz‘ ist derzeit nicht dort, wo er gerade sein sollte: im Kino. Die Säle bleiben vorerst geschlossen. Noch wissen die Kinobetreiber in Bayern nicht, wie es für sie weitergehen wird. Auch Antje Bezold hofft, dass es für sie bald weitergeht. Sie betreibt in Eckental, gut 20 Kilometer nördlich von Nürnberg, die Casino-Lichtspiele.

Pläne für Kino-Eröffnung liegen bereit

Die Kinobetreiberin lächelt. Sie wirkt guter Dinge, trotz der Zwangspause. Mit welchen Filmen sie wann wieder loslegen kann, weiß Antje Bezold nicht. Aber sie macht schon Pläne, wie sie unter strengen Hygienevorschriften wieder aufmachen kann. Auch, wenn nicht jeder der 170 Sitzplätze belegt werden kann.

Popcorn für das Kino-Feeling

Für die Zeit nach der Wiedereröffnung verkauft die Eckentaler Kino-Chefin Gutscheine. Im Moment ist es in den Sälen aber still. Nur samstags wirft sie die Popcorn-Maschine an. Und die Eckentaler bleiben ihr treu. “Wir haben das unter dem Aspekt: Popcorn für das Heimkino“, sagt Antje Bezold. Ihr Stammpublikum fragt bereits nach der Wiedereröffnung, doch noch ist unklar, wann es soweit sein wird.

Autokinos als Lösung?

Manchmal zeigt sich auch Zusammenhalt, sei es, um das Überleben der Kinos zu sichern oder um die Liebe zum Kino zu zeigen – Initiativen in Nürnberg, Schweinfurt oder Hof wollen das Autokino wiederaufleben lassen. Auch Nürnbergs Mulitplexchef Wolfram Weber hatte Pläne und wollte die kleinen Programmkinos finanziell daran beteiligen.

Ungewohnte Stille in den Kinos

Die Kinoszene halte zusammen, sagt Matthias Damm vom Casablanca Kino Nürnberg. Er findet die Stille in den Sälen äußerst ungewohnt. Finanziell kommt das Kino derzeit noch über die Runden. Das Casablanca ist in einem Verein organisiert, hat also Mitgliederbeiträge. Außerdem gibt es finanzielle Unterstützung vom Bund und dem Land Bayern.

Krise noch lange nicht vorbei

Ohne Verluste und ohne Minus kommt das Kino aus der Krise nicht heraus, da ist sich Kinoleiter Matthias Damm sicher. Die Kinobetreiber haben zwar ihre Pläne, wie sie mit Beschränkungen wieder aufmachen können schon in der Schublade. Aber bis alles wieder anlaufe, werde es noch länger dauern, so Matthias Damm. „Diese Krise wird mit Sicherheit nicht im Sommer oder im Herbst vorbei sein.“

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