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Wie gefährlich sind Kühe für Wanderer? | BR24

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Wie gefährlich sind Kühe für Wanderer?

Es ist wieder passiert: In den Tiroler Alpen wurde eine 70-jährige Wanderin von einer Kuh angegriffen und tödlich verletzt. Die Frau war mit einer Begleiterin und zwei Hunden über die Weide gelaufen. Doch wie gefährlich sind Kühe für Wanderer?

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Schlagzeilen machte unter anderem der Fall von "Killer-Kuh Verona" vor vier Jahren, bei dem eine Kuh in Hessen eine Spaziergängerin mit Hund angegriffen hatte. Und tatsächlich ist es laut Michael Miller, Sicherheitsberater bei der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, auch im Allgäu keine Seltenheit, dass Rinder Menschen angreifen.

Die meisten Angriffe passieren im direkten Kontakt

Allein im Jahr 2014 gab es laut Miller in Deutschland 6.000 Unfälle mit Rindern – acht davon endeten tödlich. Doch dass Wanderer, Spaziergänger oder Mountainbiker angegriffen werden, ist eher die Ausnahme.

Die Mehrzahl der Unfälle mit Rindern passieren direkt im Kontakt im landwirtschaftlichen Betrieb. Normalerweise sind Kühe friedliche Wesen und in erster Linie Fluchttiere. Wenn sie sich aber bedroht oder in die Enge getrieben fühlen, dann wehren sie sich – besonders, wenn es um den Nachwuchs geht.

Vorsicht bei Weiden mit Mutterkuhhaltung

Bauer Franz Hage, der auch Vorsitzender des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu ist rät Wanderern deshalb, um Weiden mit Mutterkuhhaltung einen großen Bogen zu machen. Kritisch wird es auch, wenn Wanderer freilaufende Hunde dabei haben. Doch dass Wanderer oder Spaziergänger ernsthaft verletzt werden, ist laut dem Oberälpler auf den Alpen im Allgäu zum Glück der Ausnahmefall.

Tipps im Umgang mit Kühen auf der Weide

  • Langsam durch die Weide gehen
  • An der Herde vorbeigehen und sie nicht durchqueren
  • Nicht ein Tier von der Herde trennen
  • Hunde auf jeden Fall angeleint lassen
  • Rindern nicht in die Augen schauen, denn so signalisiert man dem Tier, dass es Beute ist