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Wie gefährlich ist der Abfall aus dem AKW Gundremmingen? | BR24

© BR / Torsten Thierbach

Der freigemessene Abfall aus dem AKW Gundremmingen ist ungefährlich, sagen die Betreiber. Um das zu beweisen, zeigen sie heute der Öffentlichkeit, wie der Müll bei der "Freimessung" auf Strahlung untersucht und zur Verbrennung freigegeben wird.

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Wie gefährlich ist der Abfall aus dem AKW Gundremmingen?

Der freigemessene Abfall aus dem AKW Gundremmingen ist ungefährlich, sagen die Betreiber. Um das zu beweisen, zeigen sie heute der Öffentlichkeit, wie der Müll bei der "Freimessung" auf Strahlung untersucht und zur Verbrennung freigegeben wird.

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Ist der Abfall aus dem Kernkraftwerk Gundremmingen (Lkr. Günzburg) tatsächlich ungefährlich, wenn er in Weißenhorn (Lkr. Neu-Ulm) verbrannt wird? Davon sind die AKW-Betreiber überzeugt. Um auf die Ängste der Bürger einzugehen, wollen sie heute der Öffentlichkeit zeigen, wie der Müll noch vor Ort auf Strahlung untersucht und zur Verbrennung freigegeben wird. Das wird "Freimessung" genannt.

Landrat verhängte Lieferungsstopp an Müllverbrennung

Der Hintergrund der Aktion ist, dass es eine breite öffentliche Verunsicherung darüber gibt, welche Materialien genau aus dem AKW Gundremmingen verbrannt werden und wie gefährlich diese Abfälle sind. Deshalb hatte Neu-Ulms Landrat Thorsten Freudenberger vergangene Woche einen vorläufigen Lieferungsstopp an die Müllverbrennungsanlage Weißenhorn veranlasst.

Kritiker glauben an Gefahr für Mensch und Umwelt

Laut AKW-Betreiber lässt das Kernkraftwerk in Weißenhorn zum Beispiel Schutzanzüge, Socken und Schuhe der Mitarbeiter entsorgen. Und das seit April 2016 via Zweckvertrag zwischen beiden Landkreisen. Das Landesamt für Umwelt in Augsburg überwacht dieses Vorgehen. Kritiker, wie beispielsweise eine Ulmer Ärzte-Initiative, behaupten allerdings, dass der freigegebene Müll noch immer strahlen würde und seine Verbrennung eine Gefahr für Mensch und Umwelt ist.

Kreistag entscheidet über die Entsorgung des AKW-Mülls

Am kommenden Mittwoch (13.02.19) will der Umweltausschuss im Neu-Ulmer Kreistag noch einmal darüber beraten, wie es mit der Entsorgung des AKW-Mülls in der Müllverbrennungsanlage Weißenhorn weitergeht.