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Wie findet man das passende Ehrenamt? | BR24

© picture alliance/Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Wäre Feuerwehr das richtige Ehrenamt? Ehrenamtsbörsen helfen bei der Suche.

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Wie findet man das passende Ehrenamt?

Mehr als fünf Millionen Bayern engagieren sich ehrenamtlich. Allerdings suchen sich die Menschen genau aus, wofür sie ihre Zeit opfern. Aber wie findet man ein Ehrenamt, das wirklich zu einem passt?

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Anderen Menschen helfen, ihnen einen Teil seiner freien Zeit schenken und dadurch sein eigenes Leben mit Sinn erfüllen - das ist häufig die Motivation für Menschen, die ehrenamtlich arbeiten wollen. Meistens ist die dafür verwendbare Zeit dann aber doch limitiert, außerdem liegt einem nicht jedes Ehrenamt.

Ehrenamtsbörsen im Internet können helfen

Ehrenamtsbörsen im Internet bieten hier einen ganz guten Überblick. Darüber, wo man sich wie in seiner Umgebung ehrenamtlich engagieren kann. Im Idealfall entsprechen diese Börsen einer Suchmaschine.

Was will ich machen?

Durch das Setzten von Filtern werden die ersten Entscheidungen getroffen: Will ich mich um kranke oder alte Menschen kümmern? Dann könnte zum Beispiel ein Besuchsdienst in Altenheimen oder in Krankenhäusern für mich das Richtige sein. Oder will ich mich lieber um Tiere kümmern? Dann interessiere ich mich vielleicht dafür, mit den Hunden eines nahen Tierheims einmal die Woche Gassi zu gehen. Oder möchte ich gerne mit Kindern arbeiten? Dann ist eine Hausaufgabenbetreuung vielleicht das passende für mich.

Wie viel Zeit habe ich?

Wenn diese Präferenzen klar sind, kommt die Zeitfrage ins Spiel: Möchte ich regelmäßig etwa einmal pro Woche oder einmal pro Monat eine bestimmte Anzahl von Stunden ehrenamtlich arbeiten oder bin ich zeitlich flexibel und kann mich vielleicht sogar auf Abruf engagieren? Das wäre zum Beispiel die Voraussetzung für einen Bereitschaftsdienst. Auch die gewünschte Dauer des Engagements ist ein wichtiges Kriterium. Kann ich mir vorstellen, eine Aufgabe über mehrere Jahre zu übernehmen oder möchte ich mich nur kurzfristig binden?

Diese Frage ist vor allem bei ehrenamtlichen Tätigkeiten wichtig, die eine längere Ausbildungszeit erfordern. Wer sich zum Beispiel bei der Bergwacht engagieren will, muss erst mal eine Ausbildungszeit von zweieinhalb Jahren absolvieren.

Wie weit will ich fahren?

Bleibt zum Schluss noch die Frage, nach meinem maximalen Einsatzradius, also wie weit der Tätigkeitsort höchstens von meinem Wohnort entfernt liegen soll.

Wenn das alles geklärt ist geben die Ehrenamtsbörsen ein oder mehrere Ergebnisse aus. Alle ehrenamtliche Tätigkeiten, die meinen Suchvorgaben entsprechen und dann eigentlich perfekt auf meine Wünsche zugeschnitten sein sollten.

Informationen im Internet oder in Freiwilligenzentren

Die Stadt Nürnberg bietet zum Beispiel eine einfache und unkomplizierte Ehrenamtssuchmaschine an. Aber auch gemeinnützige Vereine stellen Informationen über freie Ehrenämter ins Netz. Wie etwa die Freiwilligenagentur Tatendrang in München.

Natürlich kann man sich auch persönlich Informationen holen. Insgesamt 112 Städte und Landkreise in Deutschland haben mittlerweile sogenannte Freiwilligenzentren eingerichtet.

© BR,NDR

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