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Wie die Wasserwacht Marktoberdorf dem Corona-Lockdown trotzt | BR24

© picture alliance / dpa / Andreas Gebert

Sie müssen jederzeit einsatzbereit sein, zum Beispiel für Eisrettungen. Deshalb übt die Wasserwacht Marktoberdorf auch während des Lockdowns.

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    Wie die Wasserwacht Marktoberdorf dem Corona-Lockdown trotzt

    Sie müssen jederzeit einsatzbereit sein - etwa für Eisrettungen. Deshalb üben die Männer und Frauen der Wasserwacht Marktoberdorf auch während des Lockdowns. Für die jüngeren Wasserwachtler musste der Verein kreativ werden.

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    Von
    • Doris Bimmer
    • Torsten Thierbach
    • BR24 Redaktion

    Die Becken leer, das Gebäude verwaist. Wegen des Lockdowns ist auch das Hallenbad in Marktoberdorf geschlossen und kein Schwimmtraining möglich. Das fehlt auch Madita Lang von der örtlichen Wasserwacht sehr. Damit die Truppe einsatzbereit bleibt, gibt es auch für sie jetzt vieles online: etwa Gruppenstunden oder Zeltlager. Sogar einen Weihnachtsmarkt gab es via Internet.

    "Druckverband anlegen" im PC-Crashkurs

    Praktische Einsatztipps am Computer zu erklären ist eben etwas anderes, als sie mit einem Übungsleiter direkt und zusammen auszuprobieren. Das weiß auch Lang: "Da gibt es die kreativsten Ideen, ist ja auch schön. Muss man halt attraktiv gestalten."

    Wie sollen die Kinder beispielsweise einen Druckverband üben, wenn sie kein Verbandsmaterial zuhause haben? In Marktoberdorf fanden sie dafür fleißige Helferinnen und Helfer - die mit dem Fahrrad Verbandspäckchen ausgefahren haben.

    Trotz Lockdown: Alle sind noch immer dabei

    So hatte jeder der jungen Wasserwachtler pünktlich zum Online-Kurs das Übungsmaterial in der Hand. Und Lang erklärte den Teilnehmern: "Wir machen euch das online vor und ihr übt das dann mit eurem Geschwisterchen oder wie auch immer." Die Rechnung geht auf: Weder bei den Kleinen noch bei den Großen gibt es einen Mitgliederschwund - weder in Marktoberdorf noch im Rest Bayerns, meint Lang.

    Das Allerwichtigste: sich wieder treffen zu können

    Andererseits weiß Lang aber auch: Auf dem Land sind sie im Vorteil. "Es ist so, dass es sich in den Zeiten vor Corona in den Großstädten schon deutlich schwieriger gestaltet hat als in den kleinen Städten auf dem Land, in den Dörfern." Etwa was die Hallenbadnutzung angehe. Weil es schwieriger sei, da Trainingszeiten zu bekommen. "Und so kann ich mir vorstellen, gestaltet sich das weiter schwierig, die Leute bei der Stange zu halten", sagt Lang.

    Ohne einen großen Zusammenhalt, ohne gutes Teamwork, wäre aber auch die Arbeit in Marktoberdorf deutlich schwieriger, dessen ist sich Lang sicher. Deshalb "zählt" auch sie die Lockdown-Tage: "Das wichtigste ist, dass wir uns wieder in Präsenz treffen, dass wir alle wieder gemeinsam schwimmen gehen. Die Kameradschaft, man trifft sich wieder, tauscht ein privates Wort aus – ich glaub, das ist das Allerwichtigste." Darauf freuten sie sich am meisten.

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