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Wie die Uni Augsburg gegen Plastikmüll kämpft | BR24

© picture-alliance/dpa

Symbolbild: Plastikmüll

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    Wie die Uni Augsburg gegen Plastikmüll kämpft

    Wissenschaftler der Universität Augsburg ziehen in den Kampf gegen Plastikmüll: Für drei Jahre wird das sogenannte Resource Lab erforschen, wie Plastik als Rohstoff genutzt und der Verbrauch gesenkt werden kann. Auch die Industrie will mitmachen.

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    Das Resource Lab der Universität Augsburg übernimmt ab Februar 2020 für drei Jahre die wissenschaftliche Mitarbeit im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt reGIOcycle. Das Projekt stellt sich die Frage, wie im Raum Augsburg ein regionales Konzept zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe etabliert werden könnte.

    Welche Rolle spielt Kunststoff in Zukunft?

    Ziel des Projektes ist es, die Frage zu beantworten, inwiefern der Werkstoff Kunststoff noch eine Zukunft in unserer Gesellschaft hat. Eine Option, die auch die Europäische Union unterstützt, ist der Weg von der linearen Abfallwirtschaft hin zu einer wirklichen Kreislaufführung.

    Biobasierte Stoffe als Ersatz

    Durch das zirkuläre Wirtschaften müssten weniger Ressourcen für die Kunststoffherstellung eingesetzt werden. Weiteres Ziel wäre es, Abfall zu vermeiden, herkömmlichen Kunststoff durch biobasierte Stoffe zu ersetzen und im Rahmen einer regionalen Kreislaufwirtschaft weggeworfene Kunststoffe zu sammeln, zu sortieren und zu recyceln.

    "Chance für den ländlichen Raum"

    Die Universität Augsburg sieht darin auch eine wirtschaftliche Chance für den ländlichen Raum, da biobasierte Kunststoffe etwa aus landwirtschaftlichen Reststoffen hergestellt werden könnten. In urbanen Ballungsräumen könnte die Verwendung dieser Stoffe zu einem nachhaltigeren Konsumverhalten beitragen.

    Industrie beteiligt sich am Projekt

    Das Resource Lab soll dieses reGIOcycle Projekt wissenschaftlich begleiten und vor allem Potenzialanalysen durchführen. Die Erarbeitung eines methodisch übertragbaren Regionalkonzeptes stehe im Mittelpunkt, so Dr. Andrea Thorenz vom Resource Lab. An dem Projekt reGIOcycle sind auch Vertreter der Industrie, von Kommunen und der Abfallwirtschaft beteiligt.