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Wie als Opposition punkten? Reaktionen auf den BR-BayernTrend | BR24

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Die Reaktionen der Fraktions- und Landesvorsitzenden auf den BR-BayernTrend.

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Wie als Opposition punkten? Reaktionen auf den BR-BayernTrend

Während der Corona-Krise punktet vor allem die CSU im aktuellen BayernTrend. Unter den Oppositionsparteien konnten nur die Grünen Zuwächse verbuchen. Bei den anderen herrscht Unzufriedenheit. Die Reaktionen auf den BR-BayernTrend.

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Aus dem aktuellen BayernTrend geht die CSU erneut als großer Gewinner hervor. 48 Prozent der Befragten würden den Christsozialen derzeit ihre Stimme geben. Die Menschen in Bayern zeigen sich sehr zufrieden mit der Politik der CSU in der Corona-Krise und mit der Arbeit des Ministerpräsidenten.

Söder freut sich über Zustimmungswerte in der Corona-Krise

Markus Söder zeigte sich zufrieden: "Das sind alles nur Momentaufnahmen in einer schwierigen Zeit. Ich glaube aber, wir haben in Bayern alle miteinander - da haben die Regierungsparteien aber auch die Opposition Anteil daran - das Land gut durch die Krise geführt." Das wichtigste Ergebnis der Umfrage sei, dass die große Mehrheit der Bayern den bisherigen Kurs und auch das Tempo der Erleichterungen mit Umsicht und Vorsicht begrüßten.

Generalsekretär Markus Blume schrieb auf Facebook: "Die große Zufriedenheit mit Markus Söder gibt der CSU Rückenwind. Das ist nicht mehr nur eine Momentaufnahme, das ist Ausdruck von einem starken, neuen Grundvertrauen. Uns spornt dieser Zuspruch an, Bayern gut aus dieser Krise herauszuführen."

Streibl: Freie Wähler als "stabile Kraft der Staatsregierung"

Dagegen musste Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ein Minus von acht Prozent hinnehmen – nach wie vor lobt aber fast jeder zweite der Befragten seine Arbeit. Die Freien Wähler bleiben als Partei wie schon im vergangenen BayernTrend bei acht Prozent. Das überraschte den Fraktionsvorsitzenden Florian Streibl nicht: "Wir haben in der Krise keinen Ausreißer nach oben und keinen nach unten. Das zeigt, dass wir in der Krise die stabile Kraft der Staatsregierung sind." Dass sich der Koalitionspartner in der Krise stärker profilieren könne, sei kein Wunder, schließlich wabere im Hintergrund immer die Berlin-Frage mit und Parteichef Hubert Aiwanger bewerbe sich schließlich nicht um die Kanzlerschaft.

Auch Aiwanger selbst zeigte sich zufrieden: "Wir sind auch in der Krisensituation sichtbar und ein fester Stamm an Wählern sieht, dass wir ordentliche Arbeit für unser Land leisten. Damit können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken."

Hartmann freut sich über gutes Ergebnis der Grünen

Ludwig Hartmann freute sich über die prozentualen Zuwächse seiner Partei, die im BayernTrend bei 19 Prozent landete: "Der BayernTrend zeigt ganz deutlich, dass wir Grüne in Bayern ein stabiler politischer Faktor sind", sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag. Man sei stabil über dem Landtagsergebnis, das liege auch daran, weil man in der Corona-Krise konstruktiv mitgearbeitet und Verlässlichkeit bewiesen habe.

Miazga beklagt innerparteiliche Querelen der AfD

"Die fünf Prozent sind ein Teil des Abwärtstrends, den wir seit einiger Zeit erleben", sagte Corinna Miazga, die Landesvorsitzende der bayerischen AfD. Innerparteiliche Reibereien und Personalquerelen würden die Wähler verunsichern. Dazu: Krisenzeit sei eben Regierungszeit. Miazga äußerte sich optimistisch für die Zukunft, wenn es dann um das Thema Wirtschaftskrise ginge und die Regierungspolitik bewertet werde, dann gehe es für die AfD auch wieder nach oben. "Da müssen wir uns gute Konzepte mit unserer Landtagsfraktion einfallen lassen und daran werden wir arbeiten in den nächsten Wochen", sagte Miazga.

SPD und FDP kämpfen um Zustimmung

Für eine Oppositionspartei sei es in Bayern während einer Krise schwierig, Lautstärke zu gewinnen, meinte die Landesvorsitzende der Bayern-SPD, Natascha Kohnen mit Verweis auf die neun Prozent der SPD im aktuellen BayernTrend. Kurzarbeitergeld, Mindestlohn, Grundrente, Kinderbonus: Die Bundes-SPD leiste zur Zeit nichts desto trotz wichtige Arbeit.

Der Landesvorsitzende der FDP Bayern, Daniel Föst nahm die leichte Stabilisierung seiner Partei in Bayern zur Kenntnis: "Zufrieden sind wir damit natürlich nicht." Die Corona-Krise sei die Zeit der Exekutive: "Markus Söder spielt das ja auch sehr exzessiv", sagte Föst. Die niedrigen Zustimmungswerte seiner Partei im Freistaat erklärte Föst mit den Entwicklungen der Liberalen in anderen Landesverbänden, für die man sich immer wieder rechtfertigen müsse: "Das stört uns in unserer Arbeit und das nervt."

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