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Widerstand gegen Hochhäuser in München: Wie geht es weiter? | BR24

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155 Meter – so hoch könnten die zwei Türme neben der denkmalgeschützten Paketposthalle im Münchner Stadtteil Neuhausen werden. So zumindest die Pläne der Architekten. Dagegen regt sich Widerstand, sogar ein Bürgerbegehren ist nicht ausgeschlossen.

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Widerstand gegen Hochhäuser in München: Wie geht es weiter?

155 Meter – so hoch könnten die zwei Türme neben der denkmalgeschützten Paketposthalle im Münchner Stadtteil Neuhausen werden. So zumindest die Pläne der Architekten. Dagegen regt sich Widerstand, sogar ein Bürgerbegehren ist nicht ausgeschlossen.

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Neben der der alten Paketposthalle im Münchner Westen könnten zwei Hochhäuser mit 155 Metern Höhe entstehen. Dagegen gibt es Widerstand, ein Bürgerbegehren ist nicht ausgeschlossen. Die Münchner Stadtbaurätin Elisabeth Merk spricht sich grundsätzlich für die Pläne aus.

Lösung gegen Wohnungsmangel in München?

Könnten Hochhäuser denn die Lösung sein gegen den knappen Wohnraum in München? Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Münchner Stadtrat, Alexander Reissl, glaubt das nicht. Er unterstützt zwar die Pläne für das Areal rund um die Paketposthalle inklusive der zwei Wolkenkratzer – generell würden Wohnungen in Hochhäusern seiner Meinung nach aber eher teuer. Grund laut Reissl: je höher das Haus, desto größer der Bauaufwand.

SPD-Stadtrat: Hochhäuser keine grundsätzliche Lösung in München

"Das Ding soll ja auch stehen bleiben, wenn der Wind geht", sagt Reissl. Und: Die Wohnraumausbeute pro Stockwerk werde immer geringer, je höher das Haus wird. Schließlich brauche es dann mehr Aufzüge – und die würden eben Platz kosten. Hinzu kommt laut SPD-Stadtrat Reissl:

"Man kennt ja spektakuläre Bilder von Hochhausstädten wie Hongkong, wo ein Hochhaus neben dem anderen steht, wo man meint, man könne sich die Hand schütteln von Fenster zu Fenster, das ist jetzt ein bisschen übertrieben, aber die stehen in einem Abstand, der bei uns gar nicht zulässig wäre." Alexander Reissl, SPD-Stadtrat in München

Wohnhäuser zwischen 50 und 80 Meter wären wirtschaftlich noch vernünftig darstellbar, darüber hinaus eher weniger.