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Wetterumschwung: Es wird nass, kalt und weiß | BR24

© pa/dpa/Jens Wolf

Wetterumschwung: Es wird nass, kalt und weiß

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Wetterumschwung: Es wird nass, kalt und weiß

Das spätsommerliche Wetter in Bayern ist vorbei und der Herbst kommt mit Temperaturstürzen, Dauerregen und Schnee. Unterfranken dürfte der Regen freuen, im Allgäu sollten Anwohner laut Deutschem Wetterdienst aber aufmerksam sein.

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Sonnenschirm rein, Regenschirm raus – fast überall im Freistaat regnet es seit der Nacht und es wird auch in den kommenden Stunden nicht aufhören. Der Wetterumschwung sei aber sowieso schon längst überfällig, sagt BR-Wetterexperte Michael Sachweh. Größere Regenmengen von insgesamt 30 bis 60 Litern pro Quadratmetern gebe es vor allem in Alpennähe. Im übrigen Bayern seien es zehn bis 30 Liter pro Quadratmeter. Damit sei die Wetterlage aber auch nicht besonders extrem, erklärt Sachweh.

Unwetterwarnung für das Allgäu

Für Teile des Allgäus hat der Deutsche Wetterdienst eine Warnung herausgegeben. Im Kreis Lindau am Bodensee sowie in den Kreisen Oberallgäu und Ostallgäu könne es zu lokalen Überschwemmungen kommen, vielleicht auch zu einigen Murenabgänge in den Bergen.

"Was aber das Flusshochwasser betrifft, erwarte ich keine dramatische Lage, die wir als 'Unwetter' erleben", sagt Sachweh. Dank der langen Trockenheit seien die Flüsse noch "sehr aufnahmefähig".

Kalte Polarluft bringt Regen, Kälte und Schnee

"Der Herbst bricht mit aller Macht in Bayern herein", sagt auch Reik Schaab vom Deutschen Wetterdienst - mit teils lebhaftem Wind. Außerdem wird es kühler, die Höchstwerte an diesem Freitag liegen nur noch bei 12 bis 16 Grad, an den Alpen sind es zum Teil nur noch 10 Grad.

Verantwortlich für das Wetter ist ein Tiefdruckgebiet über der Mitte Europas, das kalte Polarluft mit sich bringt. Schon ab 1.000 Metern kann es laut Deutschem Wetterdienst schneien. Damit ist es möglich, dass es an den Allgäuer Alpen am Wochenende 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee gibt. "Auch im Bayerwald werden die Gipfel mit Schnee bepudert", so Schaab.

Landwirtschaft in Unterfranken freut sich über Regen

Am längsten verwöhnt von der spätsommerlichen Wärme wurde Unterfranken. Am Mittwoch zeigte das Thermometer dort teilweise noch über 25 Grad. Heute sind die Temperaturen auf etwa 12 Grad gefallen und es regnet - und zwar zehn bis 25 Liter pro Quadratmeter, prognostiziert BR-Wetterexperte Michael Sachweh. "Dringend notwendig, aber angesichts des Wasserdefizits in der Region eher ein 'Tropfen auf dem heißen Stein'", erklärt er.

Vor allem die unterfränkischen Landwirte dürften sich über den Regen freuen. "Der Boden staubt schon an der Oberfläche", sagt Alfons Baumann vom Bayerischen Bauernverband. Einige Bauern hätten deshalb die Wintergerstensaat verschoben. Sie warten darauf, dass der Boden Regenwasser aufgenommen hat.

Die weiteren Wetteraussichten fürs Wochenende: trüb, nass, kalt

Auch am Samstag bleibt es bayernweit trüb, dazu ist es windig und nass. Der Sonntag bringt allerdings, laut Sachweh, für kurze Zeit eine Wetterberuhigung. Dann bleibt es im Süden Bayerns meist trocken mit längeren sonnigen Abschnitten. Die Höchstwerte am Wochenende steigen nur noch auf 5 bis 14 Grad.

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