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Wettersturz in Bayern erwartet: Es wird nass und kalt | BR24

© picture alliance/dpa/Felix Hörhager

Rund um die Zugspitze, wo zurzeit noch der blanke Fels zu sehen ist, wird es am Wochenende hochwinterlich, sagt der Meterologe Michael Sachweh.

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    Wettersturz in Bayern erwartet: Es wird nass und kalt

    BR-Wetterexperte Michael Sachweh spricht von einem "regelrechten Schock": Am Freitag wird ein bayernweiter Temperatursturz mit viel Regen erwartet. Im Bayerischen Wald und in den Alpen soll es sogar schneien.

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    Zum kalendarischen Herbstanfang am Dienstag zeigte sich der September noch einmal von seiner Sonnenseite. Wenngleich ein paar Gewitter unterwegs waren, war dies der freundlichste Tag der Woche mit Temperaturen deutlich über 20 Grad: Von diesen örtlichen Schauern und Gewittern abgesehen, konnte man den Regenschirm getrost zu Hause lassen.

    Mittwoch und Donnerstag sind Übergangstage

    Am Mittwoch wird das anders. "Uns erwartet ein zwar weiterhin warmer, aber unbeständiger Witterungsabschnitt", sagt BR-Wetterexperte Michael Sachweh. "Mittwoch und Donnerstag sind Übergangstage." Die Wärme bleibt uns noch ein wenig erhalten, mit Schauern und Gewittern ist aber zu rechnen, besonders morgen in Süd- und Ostbayern. Wer im September nochmal wandern möchte, sollte die Idee rasch umsetzen, so der Meteorologe: "Ich empfehle für Mittwoch die fränkischen Berge, und für Donnerstag den östlichen Mittelgebirgsraum und die oberbayerischen Alpen."

    Am Freitag erwartet uns ein Wettersturz

    Zum Wochenende zieht dann endgültig der Herbst ein. "Am Freitag erwartet uns ein Temperatursturz", so Sachweh. Die Temperaturen sinken dann auf 11 bis 15 Grad, das Wetter wird trüb und es wird immer wieder regnen. Samstag und Sonntag bleibt es regnerisch, und es wird es mit 6 bis 11 Grad sogar noch kälter. "Für Ende September ist das kommende Wetter nicht ungewöhnlich, aber wir sind schon so akklimatisiert an den warmen und trockenen September, dass das ein regelrechter Schock wird", sagt Sachweh. In der Gesamtbilanz werde der Monat trotzdem als zu warm gelten. "Wir Meteorologen halten diesen Wetterwechsel für längst überfällig. Besonders die Natur braucht das Wasser dringend, vor allem in Franken."

    Schneetreiben am Großen Arber und in den Alpen

    Zum Wochenende wird es mancherorts sichtbar winterlich. "Bis Montagfrüh rechne ich damit, dass die Kammlagen des Fichtelgebirges etwas angezuckert sein könnten, der Schnee in den Kammlagen des Bayerischen Waldes 10 bis 15 Zentimeter hoch liegt, und sich die weiße Pracht in den Alpen oberhalb von 1.500 bis 2.000 Metern gar bis auf 50 bis 100 Zentimeter auftürmt - je nach Höhenlage", sagt der Wetterexperte. "Das heißt zum Beispiel, dass wir mit Schneetreiben am Großen Arber rechnen können und es rund um die Zugspitze, wo zurzeit noch der blanke Fels zu sehen ist, hochwinterlich wird."

    "Goldener Oktober" nicht ausgeschlossen

    Ist der Sommer ab Freitag also endgültig vorbei? "Seriös lässt sich das Wetter nur für die nächsten sieben bis zehn Tage voraussagen", erklärt Sachweh. "Was dann kommt ist reine Spekulation." Eine weitere warme Wetterperiode im Oktober, sei es zu Monatsbeginn als ausklingender "Altweibersommer", oder später als "Goldener Oktober", sei nicht ausgeschlossen. Ziemlich sicher ist aber, das es die Temperaturen ab Freitag bis Ende des Monats nicht mehr bis zur 20-Grad-Marke schaffen.

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