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Wetterdienst warnt vor Glatteisregen im Südosten Bayerns | BR24

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Gefrierender Regen hat Autos und Straßen in Maxhütte-Haidhof mit einer Eisschicht überzogen.

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Wetterdienst warnt vor Glatteisregen im Südosten Bayerns

Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger sollten bis in die Nacht hinein besonders vorsichtig sein: Der Deutsche Wetterdienst warnt im Südosten Bayerns vor Glatteisregen.

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Leichter Regen, der auf gefrorenen Untergrund trifft, sorgt bereits seit dem späten Donnerstagnachmittag im Südosten Bayerns für die ersten Eisbahnen auf nicht gestreuten Straßen und Wegen. Fußgänger kommen nur gebietsweise nur im Schneckentempo voran, auf kalten Autoscheiben friert der Regen an.

Betroffene Gebiete

Betroffen sind laut Deutschem Wetterdienst weite Teile im Südosten Bayerns:

Im Regierungsbezirk Oberbayern sind das die Landkreise Altötting, Dachau, Eichstätt, Erding, Freising, Mühldorf am Inn, München, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen an der Ilm, Traunstein sowie die Stadt Ingolstadt.

In Niederbayern gilt die Glatteiswarnung für die Landkreise Deggendorf, Dingolfing-Landau, Freyung-Grafenau, Kelheim, Landshut, Passau, Regen, Rottal-Inn, Straubing-Bogen sowie für die Städte Landshut, Passau und Straubing

In der Oberpfalz sind folgende Landkreise und Städte betroffen: der Landkreis Amberg-Sulzbach, der Landkreis Cham, der Landkreis Neumarkt, der Landkreis Neustadt an der Waldnaab, der Landkreis Regensburg, der Landkreis Schwandorf sowie die Städte Amberg, Regensburg und Weiden.

Laut Deutschem Wetterdienst ist in den betroffenen Regionen mit starken Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr zu rechnen. Wer nicht unbedingt aus dem Haus muss, sollte zu Hause bleiben, so der Appell.

Wenige Unfälle in Ostbayern

Bislang meldet die Polizei nur wenige Unfälle, bedingt durch Blitzeis. In Ostbayern haben sich bislang rund 27 Unfälle ereignet. Insgesamt hatten sich nach Polizeiangaben drei Personen leicht verletzt. Schwerpunkt waren vor allem Stadt und Landkreis Regensburg und der Raum Weiden. Laut Polizei gibt es seit dem späten Nachmittag allerdings flächendeckend Eisregen in der Oberpfalz. Angesichts der örtlich extremen Glätte halte sich die Unfallzahl im aber noch in Grenzen. In Regensburg sorgt gefrierender Regen vor allem in Bereichen mit Kopfsteinpflaster – insbesondere in der Altstadt – für Probleme. Fußgänger und Radfahrer müssen extrem vorsichtig sein. Im gesamten Stadtgebiet kommt es auch bei Bussen zu Verspätungen und Ausfällen.

Entspannung in Unterfranken

Auch in Unterfranken hat gefrierender Sprühregen zahlreiche Straßen in Rutschbahnen verwandelt. Die Verkehrsbehinderungen hielten sich laut Polizei jedoch bisher in Grenzen. Nur sehr vereinzelt kam es zu Unfällen mit Blechschäden, unter anderem im Raum Bad Neustadt, Bad Kissingen, Münnerstadt oder im Spessart. Die Winterdienste waren im Dauereinsatz. Mittlerweile haben die Streufahrzeuge offenbar ganze Arbeit geleistet. Die Lage habe sich beruhigt, heißt es aus dem Polizeipräsidium.

Glatteisregen: heimtückische Gefahr für Autofahrer

Milde Luft zieht von West nach Ost durch Bayern und bringt Regen. In Verbindung mit den vielerorts gefrorenen Böden kann durch den Niederschlag gefährliches Blitzeis entstehen. Das Tückische: Glatteisregen ist kaum vorherzusehen, Straßen werden innerhalb von Minuten spiegelglatt, warnt BR-Wetterexperte Michael Sachweh. Um davon nicht überrascht zu werden, sollten Autofahrer aber auch Fußgänger besonders aufmerksam sein. Bis in die Nacht hinein kann es heute zu Glatteisregen kommen.

Die Aussichten für das Wochenende

Die nächsten Tage strömt dann noch mehr milde Atlantikluft nach Bayern, Tauwetter setzt ein. Im Flachland könnte der Schnee fast komplett verschwinden, so Sachweh. Skifahrer bräuchten sich aber keine Sorgen machen, in den Bergen bleibt die weiße Pracht erhalten. Für das Wochenende erwartet der Wetterexperte in ganz Bayern frühlingshaft milde Temperaturen von zehn Grad und mehr.

Der Winter verabschiedet sich aber noch lange nicht aus Bayern: Bereits ab Montag ist oberhalb von 600 Metern erneut mit Schnee zu rechnen. In den Bergen könnten es sogar bis zu 25 Zentimeter Neuschnee werden.