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Wetter-Warnung: Große Lawinengefahr in den bayerischen Alpen | BR24

© BR/Brigitte Heming

Symbolbild: Schneelandschaft mit Berge

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    Wetter-Warnung: Große Lawinengefahr in den bayerischen Alpen

    Bergsportler sollten sich gerade keinesfalls abseits gesicherter Pisten bewegen. Der Lawinenwarndienst Bayern und der Deutsche Alpenverein warnen vor erhöhter Lawinengefahr in den bayerischen Alpen. Teilweise gilt schon die Warnstufe 4 von 5.

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    Der Deutsche Alpenverein warnt vor der Lawinengefahr am Wochenende in den bayerischen Alpen. Robert Mayer, Ressortleiter Bildung beim DAV, geht davon aus, dass sich die Warnstufe 4, die bislang nur in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen oberhalb der Waldgrenze gilt, auf weitere Gebiete in den Alpen ausdehnen wird.

    Einzelner Skifahrer kann schon Lawine auslösen

    Speziell in den Chiemgauer und in den Berchtesgadener Alpen ist die Lawinengefahr sehr hoch (Gefahrenstufe 4 von 5). Der Lawinenwarndienst in München rechnet mit der Selbstauslösung größerer Schneelawinen. Wo sich Triebschnee angesammelt hat, reiche bereits ein einzelner Skifahrer zum Auslösen einer Lawine, so der Lawinenwarndienst Bayern. Nachdem es in der vergangenen Nacht bereits 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee gegeben hat, wird am morgigen Freitag (04.01.2019) weiterer Schneefall erwartet. Dann ist überall in den bayerischen Alpen mit einer kritischen Lawinensituation zu rechnen.

    Dringende Bitte: Nicht abseits gesicherter Pisten bewegen

    Robert Mayer vom deutschen Alpenverein rät Bergsportlern dringend, sich nicht abseits der gesicherten Pisten zu bewegen. Auch erfahrenen Skitourengehern und Schneeschuhgängern empfiehlt er, selbst bei ausreichender Erfahrung, nicht übermütig in ungesicherten Lagen unterwegs zu sein. "Was tückisch ist, ist die Tatsache, dass wir in den tiefen Lagen wenig Schnee haben. Das lullt in gewisser Weise den Skitourengeher ein, der sich weitgehend sicher fühlt. Sobald er aber aus der Waldgrenze herauskommt, ist er auf einmal mit deutlich mehr Schnee, mit großen Schneeverwehungen und mit instabilem Schneedeckenaufbau konfrontiert."

    Lawine schon im flachen Gelände möglich

    Zudem könne bei der Warnstufe 4 eine Lawine schon im flachen Gelände und aus der Entfernung ausgelöst werden, da die Schneebretter durch Neuschnee und Schneeverwehungen aufgrund starken Windes sehr instabil seien. "Wir sollten ganz vorsichtig bleiben dieses Wochenende", sagt Robert Mayer vom DAV.

    Bei Lawinenengefahr im Rucksack unverzichtbar

    Den Lawinenlagebericht muss man nicht nur gelesen und verstanden haben - man sollte ihn ausdrucken, mitnehmen und im Gelände nachlesen, bevor man sich in möglicherweise heikle Situationen begibt. Als Mindest-Packliste für Freerider, Variantenfahrer, Schneeschuh- und Tourengeher hat sich mittlerweile herumgesprochen: Lawinen-Verschüttetensuchgerät (LVS), Schaufel und Sonde. Das LVS wird mit seinen Gurten fest am Köper verzurrt, Schaufel und Sonde stecken griffbereit im Rucksack. Von diesem Dreierpack ist nichts verzichtbar.

    Aktueller Lawinenlagebericht

    Die aktuelle Situation steht auf den Seiten des Lawinenwarndienstes Bayern.

    Autor
    • BR24 Redaktion
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