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Wetterprognose: Wie heiß wird der Sommer in Bayern? | BR24

© dpa

Badewetter - wie hier im Englischen Garten in München - wünschen sich viele Menschen für den Sommer.

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    Wetterprognose: Wie heiß wird der Sommer in Bayern?

    In wenigen Tagen beginnt der kalendarische Sommer. Immer öfter müssen Meteorologen deshalb Fragen nach dem voraussichtlichen Sommerwetter beantworten. So einfach ist das allerdings nicht.

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    Die Vorhersage des Wetters ist etwas ganz anderes als die Vorhersage des Klimas. Klimaprognosen sind sehr vage und beziehen sich auf Gebiete kontinentalen oder globalen Maßstabs. Es gibt zwar auch Versuche der Regionalisierung, doch die sind noch sehr unausgegoren. Das lässt sich daran ablesen, wie unterschiedlich die Vorhersagen der verschiedenen Regionalisierungsmodelle für dasselbe Gebiet sind.

    Wettervorhersagen über mehr als zehn Tage sind schwierig

    Eine vergleichsweise einfache Aufgabe ist da die Jahreszeitenprognose - möchte man meinen. Doch auch diese Wissenschaft steckt noch in ihren Anfängen und kann in ihrer Zuverlässigkeit nicht den mittelfristigen Wetterprognosen (7-10 Tage) das Wasser reichen.

    Wenigstens sind diese Prognosen vielversprechender als die Klimaprognosen und regional auch detaillierter. Zum Beispiel die kürzlich publizierten Ergebnisse der weltweit führenden, miteinander im Wettbewerb stehenden Vorhersagemodelle für den Gesamtzeitraum Juli bis September für Bayern:

    • Deutscher Wetterdienst (DWD):

    Es wird etwas wärmer sein als normal (Maximum der Überwärmung im nördlichen Franken), die Regenmengen hingegen bleiben im normalen Bereich.

    • Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF):

    Die Temperaturen und Regenmengen bleiben im normalen Bereich.

    • Britischer Wetterdienst (MetOffice):

    Nordbayern wird etwas wärmer sein als normal, Südbayern hat normale Temperaturen. Normal auch die Regenmengen, einzig in der Osthälfte Bayerns wird es geringfügig nasser sein als üblich.

    • Französischer Wetterdienst (Meteo-France):

    Es wird deutlich zu warm sein (Maximum der Überwärmung in Unterfranken), und erheblich zu trocken.

    • Vorheragezentrale der USA (NCEP):

    Es wird im größten Teil Bayerns (Schwaben, Oberbayern, Franken) erheblich zu warm sein, mit normalen Regenmengen im Süden und einem leichten Regendefizit in Nordbayern.

    Fazit: Wohl kein Hitzesommer wie zuletzt

    Auch wenn es Unterschiede gibt zwischen den Modellen, signaliseren sie uns doch unterm Strich: Ein Sommer mit vielen Hitzewellen und großem Dürrepotenzial wie in den vergangenen beiden Jahren ist für 2020 nicht zu erwarten. Auch wenn es wohl insgesamt eher zu warm als zu kalt wird. Doch wie schon angedeutet: Die Wissenschaft der Jahreszeitenprognosen steckt noch in den Kinderschuhen, Überraschungen sind möglich.

    Hochsommer hält nächste Woche Einzug in Bayern

    So mancher Meteorologe weigert sich deshalb, eine seriöse Prognose abzugeben, die über sieben bis zehn Tage hinaus geht. Der Blick auf das bayerische Wetter der nächsten zehn Tage - ein Zeitraum, der als vergleichsweise zuverlässig vorhersagbar gilt - zeigt: Bis Samstag bleibt es wechselhaft und relativ kühl.

    Meist mehr Sonne als Wolken und kaum noch Regen verspricht uns der Sonntag.

    Und in der nächsten Woche hält dann mit Macht der Hochsommer in Bayern Einzug: Mit viel Sonnenschein, höchstens ganz vereinzelten Gewittern, und mit sommerlichen 24 bis 32 Grad. Mit gut Glück hält das schöne Wetter auch noch am darauf folgenden Wochenende an.

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