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Die Pegel in Bayern sinken – die Temperaturen steigen | BR24

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Sonne - nichts als Sonne

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Die Pegel in Bayern sinken – die Temperaturen steigen

Ob Isar oder Donau: Fast überall melden die Behörden am Vormittag sinkende Wasserstände und Pegel unter 2. Wer's spektakulärer mag, sollte in den nächsten Tagen auf sein Thermometer schauen – oder in den Nachthimmel.

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An den Pegeln der bayerischen Flüsse läuft das Hochwasser am Donnerstag weiter ab. Lediglich von der Donau bei Vilshofen und der Isar in Plattling melden die Wasserwirtschaftsämter noch Pegelstand 2, in Landshut hat die Isar die Flutmulde überspült.

Dafür strahlt die Sonne, die dem Westen Deutschlands schon seit einigen Tagen einheizt, jetzt auch flächendeckend über Bayern – der Beginn einer Hitzewelle, die mindestens bis Mitte nächster Woche andauern wird. Laut dem BR-Wetterexperten Michael Sachweh wird es zwar keine Rekordtemperaturen geben, die 30-Grad-Marke aber dürfte fast überall geknackt werden.

Die Tage: am Untermain bis zu 36 Grad

Während in den Alpentälern angenehme 28 bis 30 Grad herrschen werden, erwarten das übrige Bayern Höchstwerte zwischen 30 und 34 Grad. In Franken kann es am Wochenende sogar bis zu 36 Grad heiß werden, etwa in der Untermainregion um Aschaffenburg.

Die Nächte: ein Fest für Sterngucker

Wem das zu heiß ist, der sollte Terrasse oder Balkon nach Sonnenuntergang aufsuchen. Die Nachttemperaturen bleiben vorerst moderat, und besonders am östlichen Nachthimmel gibt es einiges zu sehen: Der Sternschnuppenstrom der Perseiden beschert uns in den kommenden Tagen ein kleines Feuerwerk.

Recht zahlreich sind die Sternschnuppen bereits von diesem Wochenende an zu sehen; ab Mitte nächster Woche könnten stündlich bis zu 100 Meteore in der Atmosphäre verglühen - und das bei häufig wolkenlosem Himmel.

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Längste Schönwetter-Periode des Sommers

BR-Wetterexperte Sachweh rechnet mit der längsten Sonnenperiode, die wir diesen Sommer bisher hatten. Grund dafür ist das stabile Hoch Detlef über Mittel und Nordosteuropa, das uns alle Tiefs vom Atlantik vom Leibe hält, sodass die heiße Luft zum Beispiel aus Spanien zu uns vordringen kann.

Die Luft wird also trocken bleiben und darum werden die meisten Menschen in Bayern nicht übermäßig zu leiden haben - anders als wenn es schwül-warm wäre. So müssen wir nachmittags auch nicht mit Wärmegewittern rechnen, die kommen erst gegen Ende der nächsten Woche.

Trockenheit vor allem in Franken

Ein größeres Problem wird dagegen die Trockenheit werden, denn vor allem Franken hat vom Regen der letzten Tage nur wenig abbekommen: Während im oberbayerischen Siegsdorf 190 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen wurden, so war es in vielen Orten Frankens gerade mal ein halber Liter.

Der Regen war also ungerecht verteilt, da vor allem die Franken an Wassermangel leiden. Durch die bevorstehenden hohen Temperaturen und die damit einhergehende Verdunstung wird der Erde viel Wasser entzogen werden. So steigt am Wochenende auch die Waldbrandgefahr, und den Pflanzen in Franken steht dort durch die kommende Hitze eine extreme Dürresituation bevor.

Passau an extremem Hochwasser vorbeigeschrammt

Vor allem in Passau atmen die Menschen dagegen auf - ihre Stadt ist von einer Katastrophe verschont geblieben. Der Regen hat gerade noch rechtzeitig aufgehört. Einen Tag länger und man hätte ein Hochwasser wie 2013 gehabt, so Stadtbrandrat Andreas Dittlmann zum BR.

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Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage im Süden und Osten Bayerns entspannt sich die Lage ganz allmählich. Das Hochwasser fließt ab: sowohl von Flüssen und Bächen als auch von Wiesen und Straßen.

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