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Mit Frost überzogene Nadelbäume
© dpa/pa/Karl-Josef Hildenbrand

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Mit Frost überzogene Nadelbäume

Nach starken Schneefällen zeigt der Winter in Bayern nun seine frostige Seite. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat vor allem in Südbayern vor starkem Frost gewarnt. Dort sinken die Temperaturen in der Nacht auf bis zu minus zwölf Grad, in den übrigen Regionen zeigt das Thermometer bis zu minus acht Grad an.

Am Montag kann es nach DWD-Angaben noch vereinzelt schneien, überwiegend wird es in den nächsten Tagen aber sonnig. In den Alpen entspannt sich die Lawinensituation. Während im Allgäu weiterhin vor Lawinen gewarnt wird, geht die Lawinengefahr im restlichen Alpenraum zurück auf die Warnstufe 2.

Hoffnung auf Eiswein

Die Winzer in Franken freuen sich über die eisigen Temperaturen. Nur ganz wenige Winzer waren das Wagnis eingegangen und ließen nach der offiziellen Weinlese noch Trauben für einen möglichen Eiswein hängen. Ob es für den Homburger Kallmuth gereicht hat, ist noch unklar. Minus sieben Grad sind für die Eisweinlese das Minimum. Mitte Dezember hatte der Fränkische Weinbauverband eine Liste der Winzer erstellt, die Eiswein produzieren wollen. Sie umfasst gerade einmal fünf Adressen.

Symbolbild: Eiswein

Symbolbild: Eiswein

Kälte widerspricht nicht langfristigem Trend

Dem langfristigen Trend wärmerer Winter widerspricht die Kältewelle nicht, teilte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Samstag mit. "In Zukunft haben wir mehr milde Winter zu erwarten, auch wenn es immer wieder Kältephasen geben kann", sagte der Geowissenschaftler Eberhard Faust, Forschungsleiter für Klimarisiken und Naturgefahren.

"In Mitteleuropa, insbesondere Deutschland, sehen wir, dass die Winter im Langzeittrend milder und niederschlagsreicher geworden sind und auch die Anzahl der Frosttage abgenommen hat." Geowissenschaftler Eberhard Faust

Die Munich Re dokumentiert seit Jahrzehnten Naturkatastrophen und Georisiken rund um den Globus, da dies für die Risikobewertungen der Versicherungsbranche von großer Bedeutung ist.