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Dauerregen in Bayern: Deutscher Wetterdienst warnt | BR24

© Bernd März / dpa

Heftige Unwetter haben im Landkreis Neustadt an der Waldnaab für zahlreiche Überschwemmungen gesorgt, wie hier auf der A6.

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Dauerregen in Bayern: Deutscher Wetterdienst warnt

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller: Heftige Unwetter haben am Wochenende in Bayern gewütet. Auch die neue Woche startet ungemütlich. Bis Dienstagfrüh warnt der Deutsche Wetterdienst vor Dauerregen und Überschwemmungen.

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Heftige Gewitter mit Platzregen haben am Wochenende in weiten Teilen Bayerns für Überflutungen gesorgt. Im oberbayerischen Grainau etwa trat ein Bach über die Ufer. 350 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Festsitzende Wanderer mussten aus einer Hütte ausgeflogen werden. Zum Start in die neue Woche hält der Dauerregen an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt.

Stark- und Dauerregen in Bayern erwartet

Im Norden und Osten Bayerns können laut DWD einzelne Gewitter mit Starkregen zwischen 20 und 40 Litern pro Quadratmeter auftreten. Meteorologen sprechen von Starkregen, wenn innerhalb kurzer Zeit große Niederschlagsmengen fallen. Das sind eher punktuelle Ereignisse.

Entscheidender für den heutigen Tag sei jedoch der teils ergiebige Dauerregen, erklärt BR-Meteorologe Christian Lorenz. Im südöstlichen Oberbayern, vor allem im Chiemgau und Berchtesgadener Land warnt der Deutsche Wetterdienst vor kontinuierlichem, teils unwetterartigem Dauerregen. Zum bereits gefallenen Niederschlag von 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter werden bis Dienstagfrüh noch einmal 40 bis 60 Liter hinzukommen, so der DWD.

Meteorologe: Nicht ungewöhnlich

Der Dauerregen habe wechselnde Intensität, falle also mal stärker, mal schwächer aus - halte aber über einen langen Zeitraum an, erklärt Christian Lorenz. Das sei nicht ungewöhnlich, so der BR-Meteorologe. Unmittelbar auf den Klimawandel lasse sich das Phänomen nicht zurückführen.

Grundsätzlich seien die Alpenregionen öfter von anhaltendem Dauerregen betroffen. Durch die oftmals vorherrschende Nord-West-Strömung stauten sich die Wolken an den Alpen, erklärt Lorenz.

Hochwasser drohen

Der Dauerregen sorgt auch für höhere Pegelstände bei den bayerischen Flüssen. In der nördlichen Oberpfalz und weiten Teilen Oberfrankens warnen die zuständigen Wasserwirtschaftsämter bis Dienstag vor Überschwemmungen. Der Weiße Main und die Haidenaab überschritten entsprechende Meldestufen. Betroffen sind unter anderem Bayreuth und Weiden.

© BR

In Oberfranken ist die Polizei aufgrund des starken Regens im Dauereinsatz gewesen Bäche traten über die Ufer, Straßen wurden überflutet.

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