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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Zuerst kam der Schnee im Norden, nun trifft der Wintereinbruch auch den Süden: In den Alpen wird mit bis zu 30 Zentimetern Neuschnee gerechnet.

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In der Nacht: Wintereinbruch im Süden Bayerns

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starken Schneefällen und Schneeverwehungen in Teilen Südbayerns. Betroffen sind das Oberallgäu sowie Teile der Ammergauer Alpen und des Werdenfelser Landes.

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Von
  • Christian Kienast
  • BR24 Redaktion

Dass es den Winter noch gibt, das haben die Menschen in den letzten Tagen in den meisten Regionen Bayerns zu spüren bekommen. Sogar im schneearmen Unterfranken färbte sich die Gegend immer mal wieder weiß.

Was jetzt auf den südlichen Teil Bayerns zukommt, ist strenger Winter: Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung für Regionen oberhalb 800 Metern herausgegeben. Betroffen sind die Gebiete westlich des Bodensees, über das Allgäu bis zum Raum Garmisch-Partenkirchen. Laut DWD besteht die Gefahr von umstürzenden Bäumen, die der Schneelast nicht standhalten, Straßen können unpassierbar sein und natürlich sind Straßen und Gehwege zum Teil spiegelglatt.

20 bis 50 Zentimeter Neuschnee sind zu erwarten

Verantwortlich sind die Schneewolken von Tief Erhan, das uns nicht nur im Gebirge einen beträchtlichen Neuschneezuwachs bescheren wird. Auch im Flachland sind die Auswirkungen zu spüren.

Je südwestlicher man in Bayern wohnt, desto mehr Schnee wird man abbekommen. Je nach Höhe fallen in diesen Gebieten zwischen 20 und 50 Zentimeter. Auch hier sind Verkehrsbehinderungen zu erwarten. Vor allem glatte Straßen und Gehwege werden den Menschen zu schaffen machen.

Regional große Unterschiede

Aber die Schneemassen sind ungleich verteilt. Schon am östlichen oberbayerischen Alpenrand werden die Berchtesgadener und die Rosenheimer ziemlich verschont: Fünf Zentimeter fallen am östlichsten Alpenrand, bis zu 30 Zentimeter Richtung Westen - in Garmisch-Partenkirchen. Und Richtung Norden: München bekommt nur drei bis fünf Zentimeter Schnee über Nacht. Im größten Teil Bayerns kann die Schneeschaufel also im Eck bleiben.

Trotzdem ist überall auf Straßen und Gehwegen wegen Glätte durch wieder gefrorenes Tauwasser Vorsicht geboten.

Lawinengefahr in den Alpen dürfte weiter steigen

In Teilen der bayerischen Alpen besteht aktuell die zweithöchste Lawinenwarnstufe. In den Allgäuer, Ammergauer und Werdenfelser Alpen sei die Gefahr oberhalb von 1.800 Metern groß, teilte der Lawinenwarndienst am Mittwochabend in München mit. Im restlichen bayerischen Alpenraum sei die Gefahr verbreitet erheblich. "Unternehmungen im Gebirge verlangen derzeit höchste Vorsicht und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen", betonten die Experten.

Das Hauptproblem im Westen sei der Neuschnee. Außerdem kam es durch den starken Wind im gesamten bayerischen Alpenraum zu frischen Triebschneeansammlungen, die vor allem kammnah und in eingewehten Rinnen und Mulden sehr leicht vom einzelnen Wintersportler auslösbar sind. Seit Anfang der Woche fiel in höheren Lagen bis zu einem Meter Schnee, bis Donnerstagmittag sollen teils bis zu 60 weitere Zentimeter hinzukommen.

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