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Wetterdienst: Hitzewarnung für weite Teile Unterfrankens

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Wetterdienst: Hitzewarnung auf große Teile Bayerns ausgeweitet

Der Deutsche Wetterdienst warnt auch für Freitag in großen Teilen Bayerns vor Hitze. Besonders hoch klettert das Thermometer in Franken. Hitzeempfindliche Menschen sollten sich schützen.

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Von
  • Achim Winkelmann
  • Wolfram Hanke

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor großer Hitze. Die Warnungen gelten nun in fast allen bayerischen Landkreisen von 11 bis 19 Uhr. Besonders betroffen sind laut dem BR-Wetterexperten Michael Sachweh das fränkische Flachland, die Täler Oberfrankens und ganz Unterfranken. Auch rund um Regensburg ist mit besonders hohen Temperaturen zu rechnen. In Teilen Bayerns sollen diese auf bis zu 34 Grad steigen.

Ausgenommen von der Warnung sind Teile der Alpenregion im Allgäu und in Oberbayern sowie Teile des Landkreises Freyung-Grafenau, direkt an der Grenze zu Tschechien.

Extreme Wärmebelastung

Hitzewarnungen gibt der Wetterdienst immer dann heraus, wenn eine starke Wärmebelastung für mindestens zwei Tage in Folge erwartet wird und auch eine ausreichende nächtliche Abkühlung der Wohnräume nicht mehr gewährleistet ist. Der BR-Wetterexperte Michael Sachweh spricht sogar von einer "viertägigen Megahitze" bis einschließlich Sonntag.

Eine Warnung wird immer dann heraus gegeben, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag bei 32 Grad Celsius oder darüber liege, so der Wetterdienst. Ab einer Temperatur von 38 Grad spricht der Dienst von einer "extremen Wärmebelastung". Risikogruppen sind vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke und kleine Kinder.

Vorsorge für empfindliche Menschen

Mediziner raten dazu, während großer Hitze möglichst die direkte Sonne zu meiden, körperliche Aktivität in die frühen Morgenstunden zu verschieben, nachts zu lüften und ausreichend zu trinken. Auch luftige Kleidung, eine Kopfbedeckung und eine kühle Dusche könnten Linderung verschaffen. Bei ungewöhnlichen Gesundheitsproblemen von hilfs- und pflegebedürftigen Personen wie Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen oder Erbrechen sollte ein Arzt kontaktiert werden.

Hohe Waldbrandgefahr - Rauchverbot

Wegen der anhaltenden Trockenheit herrscht in weiten Teilen Unterfrankens aktuell eine hohe Waldbrandgefahr. Die Regierung von Unterfranken bittet daher die Bevölkerung, vorsichtig zu sein und einige Hinweise zu beachten: In den Wäldern gilt Rauchverbot vom 1. März bis zum 31. Oktober.

Strenge Regeln für Feuer

Jeder soll darauf achten, beim Auto- und Bahnfahren keine Zigarettenkippen aus dem Fenster zu werfen und im Wald oder in Waldnähe (bis 100 Meter) kein offenes Feuer zu machen. Bei offenen Feuerstätten sind die von ihnen ausgehenden Gefahren besonders zu berücksichtigen, von leicht entzündbaren Stoffen müssten offene Feuerstätten mindestens 100 Meter entfernt sein, so die Regierung von Unterfranken.

Geschlossene Feuerstätten im Freien müssen von brennbaren Stoffen und Gebäuden mindestens fünf Meter, von leicht entzündlichen Stoffen mindestens 25 Meter entfernt sein. Bei starkem Wind dürfen Feuerstätten nicht benutzt werden. Bei Verlassen der Feuerstelle müssen Feuer und Glut vollkommen erloschen sein.

Autofahrer sollen ihre Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras parken, weil es sich am heißen Katalysator entzünden kann. Waldbesitzern wird dringend abgeraten, Rinde der von Borkenkäfern befallenen Hölzer zu verbrennen. Es wird empfohlen, das Restholz zu häckseln und aufgrund der hohen Nachfrage in Heizwerken zu verwenden.

Saftige Bußgelder

Die rechtlichen Grundlagen für den Umgang mit Feuer finden sich im Waldgesetz für Bayern, im Landesstraf- und Verordnungsgesetz und in der Landesverordnung zur Verhütung von Bränden, so die Regierung von Unterfranken. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 10.000 Euro. Außerdem müssten Brandverursacher mit beträchtlichen Schadensersatzforderungen und gegebenenfalls auch Strafverfahren rechnen.

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