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Bildrechte: Sylvia Bentele/Sylvia Bentele

Erst am vergangenen Wochenende standen Teile Bayerns unter Wasser- jetzt drohen die nächsten Überschwemmungen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern, Starkregen und Sturmböen vor allem in den Regionen südlich von München.

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Unwetterwarnung für einige Landkreise in Schwaben

Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor schweren Gewittern mit Starkregen, Sturmböen und Hagel in Schwaben. Betroffen sind die Landkreise Aichach-Friedberg, Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu, sowie die Städte Augsburg und Kempten.

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Von
  • Michael Sachweh
  • BR24 Redaktion

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am späten Nachmittag eine Unwetterwarnung herausgegeben. Am Abend und am Anfang der Nacht würden in Mittelschwaben von Südwesten her teils schwere Gewitter aufziehen. Dabei müsse örtlich mit heftigem Starkregen bis 40 l/qm in kurzer Zeit gerechnet werden. Sturmböen bis 85 km/h sowie Hagel um 2 cm seien zudem punktuell nicht ausgeschlossen.

Betroffen sind mehrere Kreise im Regierungsbezirk Schwaben: Kreis Aichach-Friedberg, Kreis Lindau (Bodensee), Kreis Oberallgäu, Kreis Ostallgäu, Stadt Augsburg, Stadt Kempten (Allgäu).

Über Kempten ist das Unwetter bereits gegen 18.45 Uhr niedergegangen. Es fielen Hagelkörner so groß wie Golfbälle. Nach zehn Minuten ging der Hagel in Regen über. Obwohl bereits mehrere Gewitter vor allem über das nördliche Allgäu, wie etwa die Stadt Memmingen, hinweggezogen sind, kommt es laut Polizeipräsidium Schwaben Süd/West noch zu keinen wetterbedingten Einsätzen. Die Unwetterwarnung gilt derzeit bis 4 Uhr morgens.

Auch im Alpenraum schwere Gewitter möglich

Ab dem Spätnachmittag ziehen laut dem DWD auch aus den Alpen heraus teils schwere Gewitter nordostwärts. Diese könnten lokal schwere Sturmböen bis 100 km/h mit sich bringen. Zudem müsse mit großkörnigem Hagel bis 3 cm und Starkregen um 30 l/m² in kurzer Zeit gerechnet werden. Ab dem Abend könne es im Alpenvorland und am Alpenrand auch zu mehrstündigem Starkregen zwischen 30 und 60 l/m² kommen.

Schuld ist das Tiefdruckgebiet Dirk, das feucht-warme Luftmassen heranlenkt und das Potenzial hat, neue Unwetter in die Schlagzeilen zu bringen - erst in Frankreich und Westdeutschland, im Laufe des Samstags dann zunehmend auch in Süddeutschland und damit auch in Bayern.

Platzregen, Sturmböen und Hagel

Zumindest in weiten Teilen Ostbayerns wurde der Samstag aber noch als überwiegend freundlicher Ausflugstag verbucht - mit Höchstwerten bis zu 29 Grad sommerlich warm. Die Gewitter, die in Bayern am Samstagnachmittag bereits niedergingen, lösten allerdings offenbar keine größeren Einsätze von Feuerwehr und Polizei aus.

Auch Oberbayern soll es den Vorhersagen nach treffen. Am Nachmittag gewitterte es bereits in Garmisch-Partenkirchen.

Starkregen bis 30 Liter pro Quadratmeter

Wenngleich sich die Sonne zwischendurch auch mal für längere Gastspiele entscheidet, müssen wir uns von Sonntag bis Dienstag weiterhin auf wechselhaftes Wetter einstellen mit einem bunten Mix aus Sonne, Wolken, Schauern und Gewittern. Vereinzelt - und leider im Vorfeld kaum früher als ein bis drei Stunden vorhersagbar - sind auch wieder stürmische Böen, Hagel und Starkregen von 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter mit von der Partie. Örtlich könne es zu Überschwemmungen kommen, hieß es. An einigen Flüssen sei ein Erreichen der Meldestufen nicht auszuschließen, teilte der Hochwassernachrichtendienst Bayern am Samstag mit. Dort seien auch extreme Sturzfluten möglich. Der Deutsche Wetterdienst warnt für Sonntag gebietsweise vor Hagel bis 5 cm Größe.

Die vorhergesagten Regenfälle erreichen den Unwettermodus am ehesten jeweils in den Nachmittags- und Abendstunden. Sehr wahrscheinlich haben diese Niederschläge aber nicht das extreme Kaliber, wie wir es in jüngster Zeit von Westdeutschland oder dem Berchtesgadener Land her kennen.

Ausblick auf die kommende Woche

Nach dem jetzigen Stand der Vorhersagemodelle beruhigt sich die Atmosphäre von Mittwoch an und es sieht nach warmem Hochdruckwetter aus. Ganz in trockenen Tüchern ist diese Wetterbesserung aber nicht. Manche Modelle sehen weiterhin ein leichtes Schauer- und Gewitterrisiko, besonders in Südbayern. In der Nacht zum Montag sollen die Unwetter dann aber erst einmal nachlassen.

Grafik: Karte mit aktuellen Unwetter-Warnungen für Bayern

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