BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Wetter in Bayern: Erster Schnee, erste Lawinenwarnung | BR24

© BR24

Für einen Schneemann reicht es noch nicht ganz, doch die höheren Lagen des Oberallgäus liegt der erste Schnee. Etwa zehn Zentimeter sind in Oberjoch auf 1.200 Meter gefallen.

11
Per Mail sharen
  • Artikel mit Bildergalerie
  • Artikel mit Video-Inhalten

Wetter in Bayern: Erster Schnee, erste Lawinenwarnung

Der Temperatursturz hat in Bayern zu ersten Schneefällen in diesem Herbst geführt - und längst nicht nur auf der Zugspitze. Im Allgäu wird schon vor Lawinen gewarnt. In Österreich und der Schweiz ist der frühe Wintereinbruch fast rekordverdächtig.

11
Per Mail sharen

Im Bayerischen Wald und im Oberallgäu liegt der erste Schnee - wenn auch nur in höheren Lagen. Auf dem Großen Arber sind es etwa zehn Zentimeter. Am Oberjoch und am Riedbergpass sei schon richtig Winter, teilte die Straßenmeisterei Sonthofen mit. Zwei Räumfahrzeuge waren im Einsatz.

Viele Autos sind noch mit Sommerreifen unterwegs

Viele Autos seien noch mit Sommerreifen unterwegs und hätten warten müssen, bis die Schneepflüge den Weg wieder frei machten, so Leiter Markus Eder. Man habe die Warnschilder inzwischen so umgestellt, dass sie anzeigen, dass die Pässe nur mit Winterausrüstung befahrbar sind.

Der Lawinenwarndienst mahnt Wanderer in den kommenden Tagen zu besonderer Vorsicht. Wenn die Temperaturen wieder ansteigen, kann der Schnee an steilen Hängen auf dem noch warmen Boden ins Rutschen kommen. Es sei mit Gleitschneelawinen auf glatten Wiesenhängen und Felsplatten und mit Lockerschneerutschen auf felsigem Steilgelände zu rechnen. Eine offizielle Warnstufe hat der Warndienst in seinem ersten Bericht der Saison noch nicht ausgerufen.

© BR

Schnee im Allgäu

© BR

Schnee im Allgäu

© BR

Schnee im Allgäu

© BR

Schnee im Allgäu

Am Großen Arber wird bis in die Abendstunden mit 15 bis 17 Zentimetern Schnee gerechnet. In den anderen Skigebieten im Bayerischen Wald oder zum Beispiel auch am Langlaufzentrum Bretterschachten in Bodenmais im Landkreis Regen liegt noch kein Schnee.

© BR

In den höheren Lagen des Obergäus liegt der erste Schnee. Etwa zehn Zentimeter sind in Oberjoch auf 1.200 Meter gefallen. Bereits seit zwei Tagen ist die Straßenmeisterei mit zwei Räumfahrzeugen im Einsatz. Am Riedbergpass liegt ebenfalls Schnee.

70 Zentimeter Schnee auf der Zugspitze

Auf der Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen liegen aktuell rund 70 Zentimeter Schnee, 55 Zentimeter davon laut dem Deutsche Wetterdienst aus den letzten 24 Stunden. Laut einem Sprecher der bayerischen Zugspitzbahn liegt die Schneefallgrenze bei etwa 1.200 Metern.

Auch in anderen Regionen Oberbayerns liegt bereits Schnee. Auf der Oberen Firstalm, in den Schlierseer Bergen, sind es aktuell acht Zentimeter, in Ramsau-Schwarzeck im Berchtesgadener Land drei Zentimeter und in der Gemeinde Kreuth im Ortsteil Glashütte ebenfalls drei Zentimeter Schnee.

© dpa-Bildfunk

Krün im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Österreich: Schnee bis in die Täler so früh wie selten

Der aktuelle Kälteeinbruch hat auch in Österreich und der Schweiz zu relativ starken Schneefällen geführt. In Österreich reichte der Schnee bis in viele Täler. Schnee auf 1.000 Metern oder tiefer Ende September, habe es zuletzt 2011 gegeben, sagte ein Klimatologe der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)

Bei der Wetterstation Bischofshofen auf 550 Metern Höhe seien zwei Zentimeter Neuschnee gemessen worden, berichtete die ZAMG. In Warth am Arlberg seien es auf 1.487 Metern 25 Zentimeter gewesen. Am Feuerkogel im Salzkammergut auf 1.618 Metern waren es 30 Zentimeter.

Rekordschneefall im Wallis

Im schweizerischen Wallis fielen 25 Zentimeter Schnee - ein Rekord, wie der Wetterdienst SRF Meteo bei Twitter meldete.

In Davos in Graubünden seien es 26 Zentimeter gewesen. Viele Straßen in den Bergen waren schneebedeckt und mehrere Pässe deshalb gesperrt, darunter der Große Sankt Bernhard-Pass auf 2.469 Meter, wo am vergangenen Wochenende noch 18 Grad gemessen wurden.

Wetter-Aussichten für Bayern und die Alpen

Der DWD rechnet für das Wochenende in den gesamten Alpen weiterhin mit Schneefall ab tausend Höhenmetern. Für das Allgäu warnten die Experten hingegen vor Dauerregen. Bei örtlichen Unwettern könnten bis zu 30 Liter pro Quadratmeter fallen. Etwas freundlicher soll es nur am Sonntag werden: "Im Süden viel Sonnenschein", hieß es. Das Thermometer soll milde zehn bis 15 Grad anzeigen und es bleibe weitgehend trocken.

Die neue Woche startet laut DWD in Ostbayern und Unterfranken mit dichten Regenwolken. Die Temperaturen steigen kaum über 15 Grad. Auch am Dienstag soll es meist bedeckt blieben. Bei Nieselregen sind Schirm und Jacke gefragt. Dazu weht böiger, teils stürmischer Südwestwind. Nachts kann der Regen etwas nachlassen. "In den Höhenlagen wird es schon frostig kalt", hieß es weiter.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!