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Schneetief "Dimitrios": Rodelspaß, glatte Straßen und Unfälle | BR24

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Es schneit in Bayern und in einigen anderen Gebieten heftig. Betroffen sind vor allem Franken, die Oberpfalz und Schwaben. Bis zum Abend werden dort bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet.

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Schneetief "Dimitrios": Rodelspaß, glatte Straßen und Unfälle

Fast ganz Bayern ist verschneit. Was Kinder und Wintersportler freut, führt andernorts zu Verkehrsunfällen und Behinderungen. Auch am Mittwoch könnte es bereits am Morgen auf den Straßen glatt werden.

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Von
  • BR24 Redaktion

Tief "Dimitrios" hat ganz Bayern Schnee gebracht. Vor allem viele Kinder freuten sich über die dicke weiße Decke, die ab Dienstagmorgen weite Teile Frankens überzog und sich dann nach Süden ausbreitete. In den Mittelgebirgen und im Allgäu fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis zu 20 Zentimeter Neuschnee. Doch der Schnee sorgte nicht bei jedem für Begeisterung: In ganz Bayern berichtete die Polizei von Verkehrsunfällen, die überwiegend zu Blechschäden, teils auch zu größeren Verkehrsbehinderungen und Verletzungen führten.

Mittelfranken: Flughafenräumdienst im Dauereinsatz

Im mittelfränkischen Roßtal (Landkreis Fürth) kam laut Polizei eine Fahrerin in einer Rechtskurve von der Straße ab und überschlug sich. Die 33-Jährige musste mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Am Autobahnkreuz Altdorf (Landkreis Nürnberger Land) kam am Vormittag ein Laster ins Rutschen und blieb quer zur Fahrbahn liegen. Die Unfallstelle musste für mehrere Stunden gesperrt werden.

Auch am Nürnberger Flughafen herrschte dichtes Schneetreiben. Seit dem Morgen mussten Vorfeld und Landebahn immer wieder vom Schnee befreit werden. Ein Sprecher sagte, pandemiebedingt seien tagsüber zwar keine Starts und Landungen geplant, der Flughafen müsse aber immer betriebsbereit sein.

Viele Familien zog es nach dem Homeschooling in die Parks und an die Hänge zum Schlittenfahren. Auch Langläufer wurden im Nürnberger Stadtgebiet gesichtet.

Unterfranken: Blechschäden, aber keine Unfallschwerpunkte

In Unterfranken gerieten bei winterlichen Straßenverhältnissen etliche Autofahrer ins Rutschen. Die Polizei musste jedoch nicht mehr Unfälle aufnehmen als sonst üblich. Laut Polizeisprecher Andy Laacke haben sich insgesamt 35 Unfälle im Schnee ereignet, allerdings nicht zwangsläufig wegen des Schnees. Diese Zahl sei nicht außergewöhnlich. Die Polizei registrierte innerhalb Unterfrankens auch keinerlei Unfallschwerpunkte. Insgesamt sei es aus polizeilicher Sicht ein normaler Wintertag gewesen.

Niederbayern: Rutschige Fahrbahnen, mehrere Leichtverletzte

In Niederbayern hat die Polizei dutzende Verkehrsunfälle wegen schneebedeckter und glatter Straßen registriert. Mehrere Verkehrsteilnehmer wurden dabei leicht verletzt. In Ortenburg im Kreis Passau war ein Lkw gegen ein Postauto geschleudert worden, was einen Verletzten zur Folge hatte. Im Landkreis Straubing-Bogen gab es zwei Verletzte durch Rutschunfälle. Sonst blieb es laut Polizei bei Blechschäden und Verkehrsbehinderungen, wie im Raum Viechtach. Dort kam ein Lkw von der Fahrbahn ab. Kurz bevor er in ein Haus gerutscht wäre, kam er im Graben zum Stehen. Zu Verkehrsbehinderungen kam es auch bei Neukirchen im Landkreis Straubing-Bogen und bei Vilshofen im Kreis Passau - dort hingen Lastwagen aufgrund von Schnee und Glätte fest. Räum- und Streufahrzeugen waren nonstop im Einsatz.

Oberpfalz: Umsichtige Autofahrer

Auch in der Oberpfalz schneit es seit dem Vormittag. Das befürchtete Verkehrschaos hielt sich aber in zunächst in Grenzen. Die Polizei lobte die Autofahrer: Ein Sprecher sagte, offenbar seien die Menschen vernünftig und würden langsamer fahren. Die Winterdienste, wie etwa in der Stadt Velburg, waren seit dem frühen Morgen im Einsatz. Wenn der Schnee wie befürchtet in Schneeregen übergeht, müssen sie Streusalz gemischt mit Split ausbringen, denn der Boden sei kalt und daher werde sich sofort Blitzeis bilden, so Willibald Graf, der Stadtbaumeister in Velburg.

Am späten Nachmittag kam es dann aber doch noch zu dutzenden Unfällen. Der folgenschwerste ereignete sich gegen 17.15 Uhr auf der B299 im Landkreis Amberg-Sulzbach. Eine 24-jährige Autofahrerin war zwischen Lauterhofen und Kastl mit ihrem Kleinwagen wegen Schneeglätte auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem entgegenkommenden Pkw frontal zusammengestoßen. Beide Fahrer wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert.

Schwaben: Wintereinbruch vor allem im Allgäu spürbar

In Schwaben kam es am Mittag zu einem schweren Zusammenstoß auf der B 472 bei Geisenried im Landkreis Ostallgäu. Dort wurde eine Autofahrerin schwer verletzt als sie auf der durch Schneematsch glatten Straße auf die Gegenfahrbahn geriet und frontal mit einem Lkw zusammenstieß. Insgesamt registrierte die Polizei im Allgäu 61 Verkehrsunfälle in 16 Stunden, das ist deutlich über dem Durchschnitt. Die überwiegende Anzahl der Unfälle verlief glimpflich, es kam lediglich zu Sachschäden oder leichten Verletzungen. Die Unfallschwerpunkte lagen vor allem im Landkreis Neu-Ulm, dort wurden 14 Kollisionen mit Sachschaden und ein Unfall mit Verletzten gemeldet. Im Landkreis Oberallgäu und der Stadt Kempten kam es zu 17 Unfällen mit Sachschaden, dazu einer mit Verletzten.

Für die Polizei in Nordschwaben blieb alles im grünen Bereich. Bislang gab es dort keinen einzigen wetterbedingten Unfall, so die Pressestelle in Augsburg.

Mittwoch: Glatte Straßen, Neuschnee in Ostbayern

Ein DWD-Sprecher erwartet auch für Mittwochmorgen in ganz Bayern Glätte - teils durch Schnee, teils durch überfrierende Nässe: "Die Winterdienste werden viel zu tun haben." Vor allem im westlichen Teil Bayerns werde der Schnee am Mittwoch in Regen übergehen. Größere Mengen Neuschnee seien, abgesehen von den Gebirgslagen, vor allem im Bayerischen Wald und dem Donautal zu erwarten.

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