BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: BR/Julia Müller

In mehreren Ländern dürfte das Thermometer auf Werte von fast 40 Grad und mehr steigen. Wir werfen einen Blick nach Frankreich, Belgien und Großbritannien.

11
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Wetter: Heißes Sommerwochenende läutet Hitzewelle ein

Sommer, Sonne, über 30 Grad: Das Wochenende und die folgenden Tage werden heiß. Das verspricht Badewetter, bedeutet aber auch extreme Waldbrandgefahr für Franken. Nach jetzigen Prognosen erwartet Bayern die bisher längste Hitzewelle dieses Sommers.

11
Per Mail sharen
Von
  • Patrizia Kramliczek

"So wie es jetzt aussieht, wird es die bisher am längsten andauernde Hitzewelle dieses Sommers", sagt der Wetterexperte des Bayerischen Rundfunks, Dr. Michael Sachweh. Nicht nur das bevorstehende Wochenende wird in Bayern heiß und trocken, sondern der Trend hält fünf bis sechs Tage an. "Und auch am Donnerstag, wenn es losgeht mit lokalen Wärmegewittern, werden in Franken immer noch um die 30 Grad erreicht werden", so Sachweh.

Bei Prognosen für eine Woche im Voraus gibt es schon gewisse Unwägbarkeiten. Für dieses Wochenende ist die Vorhersage allerdings schon sehr sicher. Und auch da wird Franken am meisten von der Hitze abbekommen.

Am Wochenende zwischen 28 und 35 Grad

Samstag und Sonntag werden in Bayern zwischen 28 und 35 Grad erreicht. Um die 28 Grad sagt Michael Sachweh für die höheren Lagen im Allgäu voraus. "Am Untermain, von Würzburg bis zum Landkreis Aschaffenburg können es dagegen bis zu 35, örtlich wohl auch 36 Grad ", erläutert der Meteorologe des BR.

Warum bekommt Franken oft am meisten von der Hitze ab? Das liegt an der Höhenlage: Pro 100 Höhenmeter nimmt die Temperatur in der Regel um 0,8 Grad ab. Weil das fränkische Flachland der am niedrigsten gelegene Teil Bayens ist, werden hier oft besonders hohe Temperaturen erreicht. Kitzingen zum Beispiel liegt nur etwa 200 Meter über dem Meeresspiegel.

Waldbrand- und Grasbrandgefahr

Sachweh weist bei dem trockenen und heißen Wetter auf die "extrem hohe Waldbrandgefahr" in Franken hin. Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienst zeigt (Stand Freitag 12 Uhr) im Nordwesten Bayerns die Warnstufe 4 von 5. Vorsicht vor Feuer ist auch in den übrigen Gebieten Bayerns angesagt, und das nicht nur im Wald. "Es gibt auch einen Grasbrandindex", erklärt Sachweh, "und der ist ebenfalls sehr hoch". Dieser Index des Deutschen Wetterdienstes zeigt derzeit für ganz Bayern Stufe 4 von 5.

Laue Sommernächte

Während heute noch eine leichte Brise weht, gibt es Samstag und Sonntag nur wenig Wind in Bayern. "Die Hitze wird deshalb besonders drückend werden", so Sachweh. Tropische Nächte, in denen es nicht unter 20 Grad abkühlt, sind am Untermain zu erwarten. Aber auch im übrigen Bayern wird man bis weit in die Nacht hinein im T-Shirt draußen sitzen können. "Die tiefsten Temperaturen", so Sachweh, "treten erst immer kurz vor Sonnenaufgang ein.“ Um 22 oder 23 Uhr wird es in weiten Teilen Bayern noch über 20 Grad haben.

"Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!