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Westfrankenbahn
© Farsin Behnam/BR-Mainfranken
© Farsin Behnam/BR-Mainfranken

Westfrankenbahn

Eine Bahntochter und völlig unterschiedliche Noten. Sechs Strecken betreibt die Westfrankenbahn in Unterfranken. Für ihren Service und die Pünktlichkeit auf der Kahlgrundstrecke im Kreis Aschaffenburg hat sie Bestnoten erhalten. Im jüngsten Ranking der Eisenbahngesellschaft belegt sie Platz Drei. Ganz anders sieht es im benachbarten Landkreis Miltenberg aus.

Ärger mit der Westfrankenbahn in Miltenberg

Denn im Landkreis Miltenberg ist die Westfrankenbahn im Ranking von Platz 16 auf Platz 23 gerutscht. Dabei dürfte ausschlaggebend gewesen sein, was Eltern und Schüler seit längerem in sozialen Netzwerken monieren: Züge sind überfüllt, Schüler werden am Bahnsteig stehen gelassen. Und der vom Zugpersonal angekündigte Ersatzverkehr sei dann nie gekommen.

Elternbeirat Amorbach fordert Verbesserungen

Der Elternbeiratsvorsitzende des Karl-Ernst-Gymnasiums Amorbach, Christoph Laas, hat mit einem offenen Brief unter anderem Miltenbergs Landrat Jens Marco Scherf sowie den Amorbacher Bürgermeister Peter Schmitt über die Probleme informiert: "Landrat und Bürgermeister Schmitt haben sich ins Zeug gelegt. Das hat zu einer Reaktion geführt, es hat sich etwas verändert", sagt Laas.

Wie reagiert die Politik?

Miltenbergs Landrat Jens-Marco Scherf hat die Angelegenheit zur Chefsache erklärt: Durch engen Dialog mit der Westfrankenbahn will er den Zustand schnellstmöglich beheben. Ein erster Erfolg: Die Westfrankenbahn hat einen Störfallmanager bereitgestellt. Der sei stets erreichbar und kümmere sich um Probleme.

Landrat Scherf will dauerhafte Verbesserungen

Das habe bereits zu Verbesserungen bei einzelnen Zugverbindungen geführt. Landrat Jens Marco Scherf, aber auch betroffene Bürgermeister, wollen allerdings dauerhafte Lösungen erreichen – etwa mit Zügen in Doppel- oder Dreifachkupplung. "Wer uns kennt, der weiß, dass wir da jetzt auch hart dran arbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass wir im Ranking wieder nach oben kommen werden", sagt Denis Kollai, Sprecher der Westfrankenbahn BR24. 15 Millionen Euro will das Unternehmen in neue Zugtechnik investieren.