BR24 Logo
BR24 Logo
Alles zur Maskenpflicht

Wertvolle Gräber aus der Bronzezeit entdeckt | BR24

© BR/ Annemarie Ruf

Fundstücke aus der mittleren Bronzezeit

Per Mail sharen

    Wertvolle Gräber aus der Bronzezeit entdeckt

    Augsburgs Archäologen kommen aus dem Feiern nicht 'raus: Auf dem Gelände des Technologieparks sind 3.500 Jahre alte Grabstätten aus der Bronzezeit freigelegt worden. Erst im Sommer hatten die Forscher die Reste einer römischen Luxustherme entdeckt.

    Per Mail sharen

    Auf dem 11.000 Quadratmeter großen Areal soll ein neues Forschungsinstitut für die Fraunhofer Gesellschaft gebaut werden. Seit Juni haben die Archäologen den Untergrund millimetergenau untersucht und die Mühe hat sich gelohnt. 15 Körpergräber mit Skeletten, 10 Brandbestattungen, 14 Grabhügel und Pfostenreste von Gebäuden wurden freigelegt. Die Funde stammen aus der mittleren Bronzezeit zwischen 1.500 und 1.000 vor Christus. Insgesamt sind es 500 Einzelteile darunter auch gut erhaltene Schließnadeln von Gewändern und ein Armreif. Über ein schweres Bronzebeil freut sich Stadtarchäologe Sebastian Gairhos besonders:

    "Bronze ist in dieser Zeit sehr wertvoll. Das Kupfer könnte in Tirol abgebaut worden sein. Wichtig bei Bronze ist die Legierung mit Zinn. Zinn gibt es hier sehr selten. Die besten und größten Vorkommen sind in Cornwall. Es gibt Hinweise darauf, dass sie sich schon in dieser Zeit das Zinn aus Cornwall holen." Stadtarchäologe Sebastian Gairhos

    Lücke in Siedlungsgeschichte geschlossen

    Bestattungsspuren aus der frühen und aus der späten Bronzezeit haben die Forscher zuhauf sichergestellt, aber die sogenannte mittlere Bronzezeit war im Raum Augsburg bislang eher ein weißer Fleck auf der Landkarte. Die Römer machten die Stadt vor zwei Jahrtausenden zu einem ihrer Zentren nördlich der Alpen. Dass die Region ist schon viel länger besiedelt war, ist durch das Gräberfeld erneut bewiesen worden.