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Abgekippter Erdaushub im Wald bei Wertheim
© Eberhard Roth
© Eberhard Roth

Abgekippter Erdaushub im Wald bei Wertheim

Der Erdaushub, der im Schenkenwald bei Wertheim entdeckt wurde, wurde auf Veranlassung des Besitzers dieses Waldstückes selbst dort abgeladen. Man hatte zunächst nicht gewusst, wer dafür verantwortlich ist.

Wie Markus Moll, der Pressesprecher des Landratsamts Main-Tauber, dem Bayerischen Rundfunk berichtete, hat Fürst Ludwig Löwenstein-Wertheim-Freudenberg im Schenkenwald etwa 50 Meter oberhalb vom Hahnenbrunnen einen Forstweg mit Wendeplatte anlegen lassen. Zur Stabilisierung der Wendeplatte wurde am Rande der Böschung ungenehmigt Aushubmaterial, das beim Bau eines Wohnhauses angefallen war, angeschüttet. Das Material stamme von einer vorher unbebauten Fläche und nicht aus potentiell belasteten Bereichen wie etwa Gewerbe- und Industriegebieten, so der Pressesprecher.

Landratsamt: Fürst hatte keine Genehmigung, Material abzulagern

Laut Moll bedürfe eine derartige Aufschüttung einer naturschutzrechtlichen Genehmigung nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Eine entsprechende Genehmigung wurde bisher bei der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde nicht beantragt, so Moll. Ob und inwieweit das Vorhaben genehmigungsfähig ist, werde nun geprüft. Die mit Bauschutt durchsetzte obere Schicht der Böschung wird nun in Absprache mit Fürst Ludwig Löwenstein-Wertheim-Freudenberg wieder entfernt und ordnungsgemäß entsorgt. Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis wird im Zuge dieser Abräumarbeiten nochmals vor Ort überprüfen, ob alle Fremdstoffe entfernt wurden.

Aushubmaterial beim Joggen entdeckt

Beim Joggen war der Ortsvorsteher des Wertheimer Stadtteils Mondfeld, Eberhard Roth, im Schenkenwald 50 Meter oberhalb vom Hahnenbrunnen auf tonnenweise Erdaushub gestoßen. Hierbei handelt es sich nicht nur um Mutterboden: Nach kurzem Graben war Roth auf Baumaterial und Steine gestoßen.

Autoren

Sylvia Schubart-Arand

Sendung

Regionalnachrichten aus Mainfranken vom 17.04.2019 - 17:30 Uhr