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Bayern

Werden Wanderer immer unvorsichtiger? | BR24

© picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Rettungseinsätze der Bergwacht in Bayern haben sich in den vergangenen 12 Jahren verdoppelt.

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    Werden Wanderer immer unvorsichtiger?

    Seit dem Frühjahr begleiten Unfallmeldungen die Wandersaison. Zwei schwere Bergunfälle gab es allein am vergangenen Wochenende. Das Gefühl, dass es immer mehr Zwischenfälle in den Bergen gibt, bestätigen die Zahlen der Bergwacht im Allgäu.

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    Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Immer mehr Menschen zieht es in die Berge, immer öfter müssen Bergretter Menschen in Notsituationen zur Hilfe kommen. Sind die Ehrenamtlichen der Bergwacht vor rund 12 Jahren noch 1.500 mal gerufen worden, so geht der Alarmpiepser mittlerweile in einem Sommer über 3.000 Mal. Die Einsätze in ganz Bayern haben sich verdoppelt.

    Berge als Fitnessstudio

    Die Gründe dafür sind vielfältig und nicht nur auf die steigende Zahl der Bergsportler zurückzuführen. Die Bergwacht spricht von einer "Urbanisierung der Alpen". Früher waren die Menschen gesund und fit, wenn sie in die Berge gegangen sind. Heute treibt es viele in die Berge um fit zu werden. Nach Einschätzung der Bergretter, hält manch einer die Alpen für ein Fitnessstudio mit einem Auf- und Ab-Parcours oder einer Kletterwand, in dem man rund um die Uhr zu jeder Wetterlage perfekte Bedingungen und einwandfreie Wege vorfindet. Dazu kommt dann noch falscher Ehrgeiz: Etliche Wanderer oder Bergsteiger wollen ganz bewusst ihre Grenzen ausloten.

    Schöne Bilder in sozialen Netzwerken

    Angelockt durch schöne Videos und Bilder in den sozialen Netzwerken, glauben viele, dass es in den Bergen immer so aussieht. Die Bilder zeigen aber nicht, dass selbst ein an sich harmloser Klettersteig für einen Ungeübten eine Gefahr darstellen kann und dass auch ein kleiner Fehltritt im Absturz enden kann.