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Werden Kreiskliniken in Altötting und Mühldorf zusammengelegt? | BR24

© BR / Laila Heyne

In den Landkreisen Altötting und Mühldorf am Inn gibt es Pläne, die Kreiskliniken zusammenzulegen. Sie sollen ein kommunales Unternehmen werden. Seit circa einem Jahr wird verhandelt und nun gibt es ausformulierte Zielsetzungen.

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Werden Kreiskliniken in Altötting und Mühldorf zusammengelegt?

In den Landkreisen Altötting und Mühldorf am Inn gibt es Pläne, die Kreiskliniken zusammenzulegen. Sie sollen ein kommunales Unternehmen werden. Seit rund einem Jahr wird verhandelt und nun gibt es ausformulierte Zielsetzungen.

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In den Landkreisen Altötting und Mühldorf am Inn gibt es Überlegungen, die beiden Kreiskliniken zusammenzulegen. Es soll ein kommunales Unternehmen entstehen. Seit etwa einem Jahr schon wird verhandelt und jetzt gibt es konktret formulierte Zielsetzungen. In Töging am Inn (Lkr. Altötting) wurden dazu heute die Pläne vorgelegt.

Konkurrenzsituation zwischen den Kliniken

Es geht vor allem darum, dass die Kliniken im Moment oft um Patienten und auch um Mitarbeiter konkurrieren. Wenn sie zusammengehören würden, würde man immer im "Wir" denken und eher die Kompetenzen ausbauen, so hoffen die Verantwortlichen.

Sie versprechen jetzt, dass sich durch den Zusammenschluss die Versorgung verbessern wird. Zu den Kreiskliniken Altötting-Burghausen und denen des Landkreises Mühldorf gehören auch die Kliniken Haag und Burghausen. Diese sollen später auch Teil des Kommunalunternehmens werden, sie sind aber nicht von den jetzigen Verhandlungen betroffen.

Angst um 2.500 Arbeitsplätze

Sowohl in Altötting als auch in Mühldorf sollen bestimmte Schwerpunkte entstehen. Zum Beispiel könnte später ein Teil der Kardiologie in Altötting angesiedelt werden, die Fachbereiche der Orthopädie dagegen in Mühldorf. Dadurch müssen Patienten in Zukunft unter Umständen weitere Wege in Kauf nehmen.

Wie genau das Kommunalunternehmen ab dem 1. Januar 2020 aussehen wird ist aber noch nicht vollkommen klar. Eines ist aber sicher: Notfallversorgung und Geburtshilfe bleiben an allen Standorten erhalten. Der Altöttinger Landrat Erwin Schneider sagt, für die Mitarbeiter würde sich kaum etwas verändern:

"Es kann sein, dass jemand, der in Altötting arbeitet, vielleicht nach Mühldorf fahren muss oder umgekehrt, . Aber viel mehr wird sich für die Mitarbeiter nicht verändern. Für die Mühldorfer wird sich meines Erachtens sogar etwas verbessern, weil sie aus einer GmbH in ein Kommunalunternehmen kommen und da werden sämtliche Rechte auch gewahrt bleiben."

ver.di wartet ab

Die Kliniken Altötting und Mühldorf liegen je nach Weg rund 13 km auseinander. Wie gravierend die Veränderung ist, kommt auf den Einzelfall an. Örtliche Vertreter der Gewerkschaft ver.di wollen erst einmal abwarten, was am Ende wirklich passiert und was das dann für die Mitarbeiter bedeutet. Der Zusammenschluss soll schließlich erst in einem halben Jahr stattfinden.

Mitarbeiter werden informiert

Jetzt werden die Mitarbeiter informiert. Es soll absolute Transparenz herrschen. Das Projekt wird dabei von einer in solchen Dingen erfahrenen Kanzlei aus München betreut. In der nächsten Woche geht es in die Gremien der Landkreise und Kreiskliniken und dann wird in den Kreistagen abgestimmt. Die Entscheidung fällt in den Kreistagssitzungen am 25.7.19. Erst dann beginnt die intensivere Planung. Einen Namen hat das neue Kommunalunternehmen auch noch nicht.