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Wer hat das Starkbierfest Rosenheim zur Corona-Zeit erlaubt? | BR24

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Gäste eines Volksfestes in Bayern

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    Wer hat das Starkbierfest Rosenheim zur Corona-Zeit erlaubt?

    Markus Söder ist vorgeworfen worden, das Volksfest trotz Corona-Brennpunkt in Rosenheim erlaubt zu haben. Doch dafür ist Bayerns Ministerpräsident gar nicht zuständig - sondern das Ordnungsamt.

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    Der Linken-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat hat im April auf Twitter dem bayerischen Ministerpräsidenten Söder fälschlicherweise vorgeworfen, das Rosenheimer Starkbierfest im März noch erlaubt zu haben. Das Fest steht im Verdacht, eine Welle von Infektionen ausgelöst zu haben.

    Nicht Söder war zuständig - sondern das Ordnungsamt der Stadt

    Allerdings war für die Erlaubnis, zu feiern, zunächst das Ordnungsamt der Stadt Rosenheim zuständig. Das Gesundheitsamt Rosenheim hatte der Stadt zuvor zwar empfohlen, das Fest abzusagen. Doch die Stadt sah nach eigenen Angaben zunächst keine rechtliche Handhabe, wie damals die dpa berichtete.

    Rosenheimer Starkbierfest nach drei Tagen abgebrochen

    Deshalb lief das Fest drei Tage lang. Der Veranstalter brach das Fest - nach dem Beginn am 6. März - am 9. März ab. An dem Tag, an dem auch bekannt wurde, dass sich der bayerische Koalitionsausschuss darauf einigte, dass die Staatsregierung wegen der Ausbreitung des Coronavirus Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Gästen verbieten werde. Der Vorwurf, Söder habe das Fest erlaubt, geht damit ins Leere.

    (Stand: 17. April)