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Wenn Kinder curlen | BR24

© BR/Alexander Brutscher

Kind auf dem Eis beim Curling-Sport

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    Wenn Kinder curlen

    Curling, das ist der Sport, bei dem teekannenförmige Steine übers Eis geschoben werden. Mit Besen wird das Eis vor dem Stein geschrubbt. In Füssen trainieren auch Kinder diese außergewöhnliche Disziplin. Von Alex Brutscher

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    Mit einem Knie auf dem Eis, den Besen in der Hand. So rutschen die Kinder übers Eis. Sie sind zwischen sieben und 14 Jahre alt und trainieren in der Füssener Eishalle.

    "Das ist eine Übung zum 'Sliden'. Einfach ums Gleichgewicht zu üben, um die Technik reinzubekommen. Ich brauch' sehr viel Gleichgewicht, um hinterher den Stein spielen zu können." Gesa Angrick, Curling-Trainerin

    Gesa Angrick war bei der WM in Schottland im Jahr 2000 dabei, heute ist sie auch Talent-Scout. Als Grundschullehrerin ist ihr das Arbeiten mit Kindern vertraut.

    "Curling ist koordinativ sehr anspruchsvoll. Hilfreich ist natürlich, wenn sie viel Gleichgewicht mitbringen, aber sonst kann man alles hier auf dem Eis lernen." Gesa Angrick

    Nach den ersten Rutschübungen mit dem Besen kommt der Stein ins Spiel. Er ist zwar leichter als der Curling-Stein der Erwachsenen, wiegt aber immer noch zwölf Kilogramm. Die Aufgabe: Mit Stein und Besen möglichst weit "sliden", also rutschen, und dann den Stein loslassen.

    Mit dem Curling-Stein genau ins Ziel

    Die Spieler versuchen, ihren Stein in der markierten, kreisförmigen Zone, dem "House", zu platzieren. Oder sie versuchen, die Steine des Gegners aus dem Weg zu räumen. Nachdem der Spieler seinen Stein losgelassen hat, wischen seine Team-Mitglieder mit ihren Besen wie wild über das Eis vor dem Stein. So können sie Richtung und Geschwindigkeit des Steins beeinflussen.

    "Du musst schon was im Hirn haben, damit du gut skippen kannst." Nachwuchs-Curler Leonhard Angrick

    "Schach auf dem Eis" - diesen Namen hat das Spiel nicht ohne Grund.