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Bildrechte: BR / Ludwig Spöttl

Wer hat als Kind nicht mit Lego-Steinen gespielt? Wir haben jemanden getroffen, der seinen Kindheitstraum zum Beruf gemacht hat: ein Modellbauer im Legoland in Günzburg.

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Wenn der Kindheitstraum zum Beruf wird: Modellbauer im Legoland

Ob Piratenschiff, Raumstation oder Mini-Flughafen: Seit Jahrzehnten entstehen in Kinderzimmern Fantasiewelten aus Kunststoff-Steinchen. Eine Leidenschaft, die sich die Modellbauer im Legoland Günzburg auch im Erwachsenenalter erhalten haben.

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Von
  • Joseph Weidl
  • Mario Kubina

Schon morgens um sieben ist Modellbauer Helmut Ziegler in Berlin unterwegs. Das heißt: Nicht in der Hauptstadt, sondern in der Miniaturausgabe von Berlin, gebaut aus tausenden Steinchen im Günzburger Legoland. Irgendwo zwischen Alexanderplatz und Reichstagsgebäude kniet Helmut Ziegler am Boden und richtet ein Legomännchen wieder auf. Denn nachts kommen immer wieder Katzen oder Füchse zu Besuch, deren Spuren möglichst schnell beseitigt werden müssen.

Streifzug durchs Legoland: von Berlin nach Venedig

In gut zwei Stunden kommen die ersten Gäste in den Park. Bis dahin muss Helmut Ziegler mit seinem Team fertig sein. Von Berlin geht der Modellbauer auf seiner Morgenrunde im Miniaturenland weiter nach Venedig. Dort steht die nächste Aufgabe an: Der Markusplatz muss vom Moos befreit werden, das sich dort angesammelt hat.

Millionen Lego-Steine im Freizeitpark verbaut

Mit dem Hochdruckreiniger entfernt Zieglers Kollege Marcel Maier das Grün von den Steinen. Von diesen findet man im Freizeitpark etliche Millionen. Seit 18 Jahren gibt es das Günzburger Legoland - und immerzu werden neue Steine verbaut.

In der Werkstatt hunderte Kisten mit Lego-Steinen

Wer als Modellbauer im Legoland arbeiten will, braucht vor allem räumliches Vorstellungsvermögen. Oft haben Ziegler und seine Kollegen nur Fotos als Vorlage, keine Computer-Modelle. In der Werkstatt türmen sich Hunderte von Kisten voller Lego-Steine. Hier werden alle Figuren und Modelle von Hand gefertigt.

Traumjob Modellbauer

Ein Projekt ist den Modellbauern besonders in Erinnerung geblieben: die Münchner Fußball-Arena. Mehr als eine Million Steine wurden allein dafür gebraucht. Das Modell war so groß, das es nach Fertigstellung nicht durch die Werkstatt-Tür gepasst hat. Um es in den Park zu bringen, musste ein Türpfosten gekappt werden.

Für Helmut Ziegler ist klar: Modellbauer - das ist ein Traumberuf: "Legospielen ist ja auch im hohen Alter noch toll", sagt er mit einem Augenzwinkern.

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