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Weniger Wespen in Bayern als im Vorjahr | BR24

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2019 fliegen weniger Wespen durch Bayern als im vergangenen Jahr. Experten machen unter anderem das unbeständige Wetter dafür verantwortlich.

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Weniger Wespen in Bayern als im Vorjahr

Wo Wespen auftauchen ist die Gemütlichkeit eines Sommernachmittags schnell dahin. Doch im Freistaat fliegen 2019 weniger der Insekten umher als im Vorjahr. Nach Einschätzung von Experten liegt das am unbeständigen Wetter - und am Insektensterben.

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Ob im Biergarten oder beim Grillfest - Wespen sind meist keine gern gesehenen Gäste. Das eher unbeständige Wetter könnte einer der Gründe sein, warum es 2019 in Bayern weniger Wespen gibt als im Vorjahr. Denn die kleinen Insekten mögen es am liebsten warm und trocken.

Dieses Jahr sei "kein ausgesprochenes Wespenjahr", sagte Stefan Schmidt von der Zoologischen Staatssammlung in München. Der Insektenforscher bestimmt unter anderem die Art der Wespen, wenn sich Menschen bei ihm wegen Nestern melden. Diesen Sommer seien bislang nur wenige Anfragen bei ihm eingegangen.

Weniger Wespen bei der Zählaktion

Auch bei einer Insekten-Zählaktion des Naturschutzbund Deutschland und Landesbund für Vogelschutz (LBV) wurden weniger Wespen gezählt als im Vorjahr. Die Mitmachaktion fand an jeweils zehn Tagen im Mai, Juni und August statt. Aus Bayern kamen mehr als 700 Meldungen. Auch LBV-Sprecherin Sonja Dölfel glaubt, dass dies mit dem Wetter zusammenhängt.

Bei kühlem Wetter fliegen nicht so viele, außerdem fehle es an Nahrung: "Wespen sind Fleischfresser, sie brauchen Insekten," erklärt Dölfel. "Wenn es feucht und kühl ist, entwickeln sich die Insekten langsamer und es gibt weniger Nahrungsgrundlage für die Wespen", so Dölfel. Weitere Gründe vermutet sie im Fehlen von Blütenpflanzen und dem Insektensterben. Spitzenreiter bei den Insekten in Bayern seien die Steinhummel im Frühsommer und die Honigbiene im Hochsommer.

Wespen stechen sehr selten "absichtlich"

Wespen versorgen von Juni bis Mitte August ihre Brut. Wenn Menschen gestochen werden, sind in 90 Prozent der Fälle die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe verantwortlich, sagen Experten. Meist seien dies aber Unfälle, betont Insektenforscher Stefan Schmidt: "Dass eine Wespe kommt und absichtlich sticht, ist sehr selten."

Ein Tipp, die Tiere abzuwehren: Sie mit einer Sprühflasche mit Wasser anzusprühen. "Dann denken die Wespen, es fängt an zu regnen und machen sich auf den Heimweg", so Sonja Dölfel.