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Weniger Verkehr, aber trotzdem dicke Luft in Würzburg | BR24

© Carolin Hasenauer/BR-Mainfranken

Der Verkehr in Würzburg ist nach den vor zwei Wochen beschlossenen Ausgangsbeschränkung deutlich weniger geworden - trotzdem haben sich die Luftschadstoffe in der Innenstadt kaum verändert. Das teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt dem BR mit.

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Weniger Verkehr, aber trotzdem dicke Luft in Würzburg

Der Verkehr in Würzburg ist nach den vor zwei Wochen beschlossenen Ausgangsbeschränkung deutlich weniger geworden - trotzdem haben sich die Luftschadstoffe in der Innenstadt kaum verändert. Das teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt dem BR mit.

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Von
  • Carolin Hasenauer
  • Michael Franz

Auf den Straßen ist wegen der Ausgangsbeschränkung viel weniger los - trotzdem herrscht in Würzburg noch immer dicke Luft. Zwar habe sich der Stickstoffdioxidgehalt der Luft an den sonst viel befahrenen Straßen und Plätzen in Würzburg reduziert. Doch weil noch andere Faktoren bei der Luftreinheit eine Rolle spielten, sei der Rückgang der Immissionen nur gering, sagte eine Sprecherin des Landesamts für Umwelt dem BR. So habe sich zum Beispiel seit Beginn der Ausgangsbeschränkung am 21. März die Wetterlage geändert. Dadurch sei die Schadstoffkonzentration in der Luft verdünnt worden.

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Weniger Verkehr ist nicht gleich höhere Luftreinheit

Dass weniger Verkehr in der Stadt nur einer von mehreren Einflussfaktoren auf die Luftreinheit sei, zeige sich an den Feinstaubwerten, so das Landesamt für Umwelt weiter. Diese seien vergleichsweise hoch, weil zum einen die bodennahe Luftschicht aufgrund des Wetters keinen Austausch erfahre, zum anderen vermute man, dass staubhaltige Luftmassen aus östlicher Richtung und aus der Sahara nach Bayern gekommen seien. Dies seien Faktoren, die die Schadstoffkonzentration an den Messstationen negativ beeinflussten, aber nicht voneinander unterschieden werden könnten.

Noch keine "belastbaren Aussagen möglich"

Die Landesamt-Sprecherin betonte aber, dass ein Vergleich zum Schadstoffverlauf im Jahr 2019 noch nicht wirklich möglich sei: "Erst bei der Betrachtung mittlerer Konzentrationen über einen langen Zeitraum, zum Beispiel über ein Kalenderjahr bei vergleichbaren meteorologischen Verhältnissen, sind belastbare Aussagen möglich."

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