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Weniger Kirchensteuer für die Erzdiözese München und Freising | BR24

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Der Bischof des Erzbistums München-Freising Kardinal Reinhard Marx

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    Weniger Kirchensteuer für die Erzdiözese München und Freising

    Das Erzbistum rechnet aufgrund der Corona-Pandemie heuer mit vier bis fünf Prozent weniger Kirchensteuern als geplant. Dennoch ist der Rückgang der Einnahmen nicht so hoch wie erwartet - und die Kirche verfügt noch immer über erhebliche Rücklagen.

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    Von
    • Daniel Knopp

    Die gute Nachricht für die Kirche: Der Rückgang der Einnahmen aus der Kirchensteuer wird bei der Erzdiözese München und Freising nicht so hoch sein, wie noch im Mai erwartet. Dennoch fehlen dem Erzbistum in diesem Jahr 32 Millionen Euro an Einnahmen.

    Dies könne nur durch einen Griff in die Rücklagen ausgeglichen werden, so der Finanzdirektor der Erzdiözese Markus Reif: "Die aktuelle Entwicklung bei den Fallzahlen der Pandemie macht sehr deutlich, auf welch unsicheren Pfaden wir da unterwegs sind. Wir können nicht abschließend beurteilen, wo wir landen werden, wie die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kirchenmitglieder weitergeht."

    Kirche verfügt über stabiles finanzielles Polster

    Nach Rekordjahren bleibt die Kirchensteuer noch immer auf einem hohen Niveau - trotz gleichzeitig hoher Austrittszahlen. Zudem hat die Kirche erhebliche Rücklagen. So belaufen sich allein die Sachanlagen der Erzdiözese in der Bilanz von 2019 auf 1,35 Milliarden Euro. Die Finanzanlagen haben in 2019 um 22 Millionen Euro auf 1,49 Milliarden Euro zugenommen. Die Bilanzsumme des Erzbistums beträgt den Angaben zufolge rund 3,6 Milliarden Euro.

    Die jüngst von der Deutschen Bischofskonferenz beschlossenen Anerkennungsleistungen von bis zu 50.000 € für Missbrauchsopfer sollen nicht aus Kirchensteuereinnahmen finanziert werden, sondern aus dem Vermögen des Erzbischöflichen Stuhls.

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