BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Weniger Erdkabel für SuedLink notwendig | BR24

© dpa Picture-Alliance Carsten Rehder

Gleichstrom-Erdkabel für die Stromtrasse NordLink in der Nähe von Büsum

4
Per Mail sharen

    Weniger Erdkabel für SuedLink notwendig

    Die Betreiber kündigen an, für den umstrittenen SuedLink weniger Erdkabel zu benötigen als bisher geplant. Demnach sollen für die Windstromtrasse stärkere Kabel eingesetzt werden, was spürbare Auswirkungen auf das gesamte Großprojekt hat.

    4
    Per Mail sharen

    Nach "erfolgreichen Präqualifikationstests mehrerer Kabelhersteller" werden Tennet und TransnetBW nach eigener Mitteilung für den SuedLink nun Gleichstrom-Erdkabel mit einer Spannungsebene von 525 Kilovolt einsetzen. Bislang waren 320-Kilovolt-Kabel vorgesehen. Die Aufträge haben einen Gesamtwert von rund zwei Milliarden Euro.

    Weniger Stromverluste, weniger Erdarbeiten

    Laut Tennet und TransnetBW hat der neue Kabeltyp zum einen den Vorteil, dass sich die Spannungsverluste beim Stromtransport verringern würden. Zum anderen müssten damit aber vor allem auch insgesamt weniger Erdkabel verlegt werden, um dieselbe Strommenge zu transportieren. Denn die erwarteten Windstrom-Mengen von Nord nach Süd können nicht durch ein einzelnes Erdkabel geführt werden, sondern es muss immer ein ganzes Bündel der Spezialkabel verlegt werden. Und deren Anzahl wird sich nun deutlich verringern.

    "Zudem halbiert sich im Vergleich zur Spannungsebene mit 320 Kilovolt die Anzahl der benötigten Kabel." Mitteilung der Betreiber

    Ganz praktische Auswirkungen soll das auch beim Verlegen der Kabel haben. Denn wenn insgesamt weniger Kabel unter die Erde gebracht werden müssen, würden sich auch die Erdarbeiten dafür minimieren, so die Betreiber.

    SuedLink weiter umstritten

    Im Zuge der für Deutschland angestrebten Energiewende sollen Erdkabeltrassen von Windparks in Norddeutschland auf rund 2.500 Kilometer Länge bis nach Baden-Württemberg und Bayern verlaufen. Der SuedLink selbst ist dabei rund 700 Kilometer lang. In Unterfranken wird die oft als "Stromautobahn" bezeichnete Erdleitung von der Rhön her über Schweinfurt und Würzburg Richtung Baden-Württemberg geführt. Seit Jahren gibt es zahlreiche Bürgerinitiativen in den betroffenen unterfränkischen Regionen, die den Bau der Trasse kritisieren.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!