BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Weniger Besucher beim Filmwochenende in Würzburg | BR24

© BR

Deutlich weniger Besucher – aber trotzdem zufrieden: Diese Bilanz ziehen die Veranstalter des 46. Internationalen Filmwochenendes in Würzburg.

Per Mail sharen
Teilen

    Weniger Besucher beim Filmwochenende in Würzburg

    Deutlich weniger Besucher – aber trotzdem zufrieden: Diese Bilanz ziehen die Veranstalter des 46. Internationalen Filmwochenendes in Würzburg. Krankheitsbedingt hatten sie das Filmfestival in diesem Jahr deutlich verkleinern müssen.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Vier statt sechs Kinosäle und 3.000 Besucher weniger: Das Internationale Filmwochenende in Würzburg war in diesem Jahr deutlich kleiner als noch im vergangenen. Die Veranstalter waren trotzdem zufrieden. Krankheitsbedingte Ausfälle im Organisationsteam hatten die Filminitiative dazu gezwungen, das Festival zu verkleinern. Im vergangenen Jahr waren noch 10.000 Tickets verkauft worden.

    Filmwochenende Würzburg wurde verkleinert

    Bespielt wurden Kinosäle im Central Kino und im Siebold-Museum auf dem Bürgerbräu-Gelände. "Durch das Streichen einiger Programmpunkte und die räumliche Zusammenführung der Festivalstätten waren die Filminitiative-Mitglieder seit Jahren zum ersten Mal wieder dauerhaft vereint und konnten meistens sogar ausschlafen, bevor es losging", freute sich Viviane Bogumil von der Filminitiative. Viele Vorführungen waren ausverkauft und viele Filmfans mussten vergebens um Karten anstehen. Die Veranstalter planen bereits eine Neuauflage des Internationalen Filmwochenendes im kommenden Jahr.

    Mehrere Filme ausgezeichnet

    Als bester Spielfilm wurde dieses Jahr "Buoyancy" von Rodd Rathjen mit 2.500 Euro ausgezeichnet. Den Preis für den besten Dokumentarfilm, verbunden mit einem Preisgeld von 1.700 Euro bekam "For Sama" von Waad al-Kateab und Edward Watts. In der Sparte Kurzfilm gab es zwei Gewinner: "Hörst du, Mutter?" von Tuna Kaptan sowie "Daughter" von Daria Kashcheeva. Beide bekamen je 1.000 Euro Preisgeld.

    "Die beiden Gewinnerbeiträge des Spielfilm- und des Dokumentarfilmwettbewerbs fesseln mit gezeigten Lebensumständen, die unerträglich erscheinen", sagt Christian Molik von der Filminitiative zu den Gewinnerfilmen. "Von Menschen, denen nur bleibt, nicht aufzugeben und auf ein besseres Leben zu hoffen. Dies berührt und macht atemlos auf unvergleichliche Art und Weise. 'For Sama' von und über die Kriegsberichterstatterin Waad al-Kateab im belagerten Aleppo, die während der Kämpfe eine Tochter bekommt, erschütterte das Würzburger Publikum regelrecht. 'Buoyancy', in dem die eindrucksvollen Weiten der thailändischen Meeresgebiete dem Mikrokosmos einers Fischertrawlers gegenübergestellt wird, war wiederum nicht umsonst Australiens Kandidat für das Oscar-Rennen."