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Wende im "Streuwagenprozess" - Wie ist die Erklärung zu werten? | BR24

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Im Prozess um den Tod einer Rentnerin in Erlabrunn (Lkr. Würzburg) gibt es eine Wende. Der Fahrer des Streuwagens, der damit eine Frau überfahren haben soll, hat ein Geständnis abgelegt.

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Wende im "Streuwagenprozess" - Wie ist die Erklärung zu werten?

Nach der Erklärung des Angeklagten im "Streuwagenprozess" vor dem Würzburger Landgericht geht es um die juristischen Konsequenzen. Am Donnerstag hatte sich der Angeklagte erstmals geäußert. Er soll eine 71-Jährige in Erlabrunn überfahren haben.

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Am Donnerstag hatte der Angeklagte Günther K. sein jahrelanges Schweigen gebrochen. Vor dem Würzburger Landgericht äußerte sich der Angeklagte erstmals zum Tatmorgen. Vor fast drei Jahren soll er die 71-jährige Gisela K. in Erlabrunn (Lkr. Würzburg) überfahren haben. Laut Main-Post sagte er nun in Richtung des Witwers: "Erich, es tut mir leid". Ja, er sei am Morgen des 5. Januar 2016 mit seinem Streutraktor vor dem Haus gewesen. Er habe aber gedacht, dass er einen gelben Sack überrollt habe, nicht einen Menschen. Dass er einen Menschen überrollt habe, sei ihm erst viel später bewusst geworden.

Urteil vor Weihnachten erwartet

Ein Geständnis ist das vermutlich nicht. Gerichtssprecher Michael Schaller sagte dem BR am Donnerstagnachmittag, er würde – wenn überhaupt – eher von einem Teilgeständnis sprechen. Und auch die Vertreter der Angehörigen sehen keinen Grund zum Triumph: Anwalt Peter Auffermann bezeichnete die Einlassung als "wachsweiche Wischiwaschi-Erklärung", die ihm nicht ausreiche. Viele Fragen seien noch ungeklärt. Das sieht das Gericht offenbar ähnlich und will die Beweisaufnahme in dem Berufungsprozess trotz der Erklärung weiter fortsetzen. Mit einem Urteil wird noch vor Weihnachten gerechnet.