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Wende im Baumer-Prozess: Verlobter gesteht Vergraben der Leiche | BR24

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Im Prozess um die mutmaßliche Ermordung von Maria Baumer im Jahr 2012 gibt es eine Wende: Der angeklagte Verlobte räumt jetzt ein, dass er die Leiche der jungen Frau vergraben hat. Der Staatsanwalt nennt das überraschende Teilgeständnis pietätlos.

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Wende im Baumer-Prozess: Verlobter gesteht Vergraben der Leiche

Im Prozess um die mutmaßliche Ermordung von Maria Baumer im Jahr 2012 gibt es eine Wende: Der angeklagte Verlobte räumt jetzt ein, dass er die Leiche der jungen Frau vergraben hat. Der Staatsanwalt nennt das überraschende Teilgeständnis pietätlos.

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Er will die Leiche seiner Verlobten zwar vergraben, die Frau aber nicht getötet haben - mit einer Erklärung über seinen Anwalt hat der Angeklagte im Fall Maria Baumer für Betroffenheit bei den Angehörigen und für Empörung beim Staatsanwalt gesorgt. Über seinen Anwalt Michael Euler ließ der des Mordes beschuldigte Krankenpfleger am Dienstag vor dem Landgericht Regensburg ausrichten, er habe seine Verlobte morgens leblos im Bett gefunden, auf dem Nachttisch seien Tabletten gelegen. Die Staatsanwaltschaft dagegen wirft dem 35-Jährigen vor, seine Verlobte mit Medikamenten getötet zu haben.

Staatsanwalt spricht von Märchenstunde

Staatsanwalt Thomas Rauscher sprach von einer "Märchenstunde". Es sei "bedauerlich und grenzenlos pietätlos" den Angehörigen gegenüber, Baumer den Tod selber in die Schuhe zu schieben, sie auf diese Weise zu demütigen und dies den Angehörigen anzutun.

Der angeklagte Krankenpfleger gab an, die Medikamente illegalerweise von seiner Arbeitsstelle, dem Regensburger Bezirkskrankenhaus, mitgenommen zu haben. Deswegen habe er Ermittlungen und negative Folgen für seine berufliche Laufbahn gefürchtet. Er habe sich nicht anders zu helfen gewusst, als die Leiche zu vergraben und der Familie der Frau deren Verschwinden vorzutäuschen, so der 35-Jährige laut seinem Anwalt. Es sei eine Kurzschlussreaktion gewesen.

Anwälte machten Druck

Der Verteidiger sagte, es habe ein eingehendes Gespräch zwischen dem Angeklagten und den Anwälten gegeben, in dem ihm klargemacht worden sei, dass sein bisheriges Schweigen nicht dazu führe, dass das Verfahren mit einem Freispruch enden würde. Es sei an der Zeit gewesen, dass sich sein Mandant äußere, so Euler.

Am Rande des Prozesstages sagte Euler, was der Angeklagte "hier heute gestanden hat, ist natürlich moralisch sehr verwerflich, aber eben strafrechtlich nicht anzugreifen." Nun seien "die Weichen auf Freispruch gestellt".

Erklärung an die Familie

An die Angehörigen hatte der Angeklagte in seiner Erklärung eine Entschuldigung gerichtet. Maria sei "die Liebe seines Lebens" gewesen.

Die Eltern und die Zwillingsschwester der Toten verfolgten das Geschehen gefasst. Die Mutter wischte sich mehrmals Tränen aus den Augen, der Vater schüttelte immer wieder den Kopf.

Wollte der Angeklagte frei sein für neue Frau?

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, Baumer im Mai 2012 mit Medikamenten getötet und ihren Leichnam beseitigt zu haben - weil er für eine Beziehung mit einer Patientin frei sein wollte. Zudem soll er mit dem Verschwinden seiner Verlobten seinen Studienabbruch rechtfertigen haben wollen. Der im Wald vergrabene Leichnam von Maria Baumer war ein Jahr später von Spaziergängern gefunden worden.

Baumer stammte aus Muschenried im Landkreis Schwandorf. Kurz vor ihrem Tod war sie zur Landesvorsitzenden der Katholischen Landjugend (KLJB), einem der größten Jugendverbände Bayerns, gewählt worden.

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