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Weltkatzentag: Zu viele verwilderte und unkastrierte Katzen | BR24

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Die Katze ist immer noch das liebste Haustier der Deutschen, Es gibt allerdings auch Millionen verwilderte Katzen, die auf der Straße leben. Um solche Pflegefälle kümmert sich das Wally-Bangert-Tierheim Lohr am Main.

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Weltkatzentag: Zu viele verwilderte und unkastrierte Katzen

Heute ist Weltkatzentag und noch immer ist die Katze der Deutschen liebstes Haustier. Aber Deutschland hat auch ein Katzenproblem. Schätzungen zufolge leben zwei Millionen verwilderte Tiere auf der Straße in zum Teil erbarmungswürdigen Zuständen.

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Viele verwilderte Katzen landen im Tierheim, zum Beispiel im Wally Bangert-Tierheim in Lohr am Main. Rund 50 Katzen werden momentan dort versorgt und bekommen viel Menschenkontakt – denn so steigen ihre Chancen auf eine Vermittlung. Viele Katzen kommen aber nicht nur scheu, sondern auch krank an und müssen zunächst in Quarantäne.

Das Hauptproblem aber ist, dass viele Katzen nicht kastriert sind und sich sehr schnell vermehren. Eine Katze kriegt in der Regel zweimal pro Jahr Junge. Ein Wurf besteht durchschnittlich aus drei bis sechs Kätzchen und auch die sind schon nach etwa einem halben Jahr geschlechtsreif.

Würzburger Katzenhilfe kastriert jährlich 1000 Katzen

Die Würzburger Katzenhilfe kastriert jedes Jahr fast 1000 Streuner und Bauernhofkatzen. Gut 200 Tiere konnte sie vermitteln, allerdings sind auch wieder 236 neu dazugekommen. Insgesamt sitzen rund 150 Katzen in Pflegestellen. Im letzten Jahr musste die Würzburger Katzenhilfe ihren Radius stark verringern, da ihre finanziellen Mittel knapp wurden. Immerhin kostet eine Kastration zwischen 80 und 140 Euro. Aktuell betreut sie neben der Stadt Würzburg die Landkreise Mainspessart, Würzburg und Kitzingen. Eine finanzielle Unterstützung von den Landkreisen gibt es nicht, auch das Land Bayern sehe keinen Bedarf an Kastrationsaktionen.

Tierschutzbund fordert Kastrationspflicht

Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes ist jedes unkastrierte Tier zu viel, da dadurch die Population frei lebender Katzen gleich wieder angeheizt werden könne. Der Tierschutzbund fordert deshalb schon seit langer Zeit die Einführung einer flächendeckenden, möglichst bundesweiten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen aus Privathaushalten - wie sie schon in einigen Gemeinden eingeführt wurde.