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Weltfreiwilligenkonferenz: 700 Teilnehmer in Augsburg
© BR / Alex Brutscher
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Weltfreiwilligenkonferenz: 700 Teilnehmer in Augsburg

Rund 700 internationale Gäste tagen bis Samstag bei der Freiwilligenkonferenz in Augsburg. Auf dem Programm stehen aktuelle Fragen, wie das Verhältnis zur Politik, das Engagement von Unternehmen oder neue Anforderungen in der Katastrophenhilfe. Hier treffen sich Menschen wie Friederike, die einen Freiwilligendienst in Ecuador in einem indigenen Dorf in einer Grundschule hinter sich hat, Xavier, der in Freiburg als Freiwilliger mit behinderten Menschen gearbeitet hat oder Katherina, die in Peru als Freiwillige Englisch unterrichtet hat.

Vereinte Nationen schicken Vertreter nach Augsburg

Es sind Freiwillige aus aller Welt, die in Augsburg Kontakte knüpfen, sich austauschen und über aktuelle Projekte diskutieren. Zu den Gästen gehören dabei auch Entwicklungsminister Gerd Müller und Klimaschützer Felix Finkbeiner mit seiner Stiftung "Plant-for-the-Planet" und der Generalsekretär des Freiwilligenprogramms der Vereinten Nationen, Olivier Adam.

Hohe Freiwilligenquote in Bayern

Kaum eine Gesellschaft komme ohne freiwilliges Engagement aus, betont Wolfgang Krell vom Freiwilligenzentrum Augsburg. Bayern sieht er dabei aber in einer erstklassigen Situation. Er verweist auf Statistiken nach denen sich fast die Hälfte der Bevölkerung ehrenamtlich engagiert. Als Beispiele nennt Krell die Büroarbeit im Sportverein, die Betreuung von Migranten, die Mitarbeit in Tafeln und die Begleitung Sterbender in Hospizen.

Weltfreiwilligenkonferenz erstmals in Deutschland

Zu der Zusammenkunft lädt der Internationale Verband für Freiwilligenaktivität (International Association for Volunteer Effort, IAVE) seit 1970 alle zwei Jahre ein. Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) nannte die erstmalige Ausrichtung der Konferenz in Deutschland eine Bestätigung dafür, dass Augsburg und der Freistaat bei der Förderung von Bürgerengagement eine Vorreiterrolle einnähmen.