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Neue Corona-Regeln: Was gilt in meinem Landkreis? | BR24

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35,50,100,200 - nach welchem Inzidenzwert richten sich die Corona-Maßnahmen in den verschiedenen Landkreisen?

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    Neue Corona-Regeln: Was gilt in meinem Landkreis?

    In Bayern gelten ab heute neue Corona-Regeln. Sie sind weiter abhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz. Hier sehen Sie, was gerade in Ihrem Landkreis gilt, wie die aktuelle Entwicklung aussieht, und welche Regeln für Schulen und Kitas greifen.

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    Von
    • Claudia Kohler

    In Bayern ist in der 12. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung festgelegt, welche Corona-Auflagen gelten. Die Regeln orientieren sich an der Sieben-Tage-Inzidenz. Die Maßnahmen sind nach den Grenzwerten 35, 50, 100 und ab heute auch 200 gestapelt.

    Landkreise müssen Regelungen umsetzen

    Dabei gilt: Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen einen Grenzwert über- oder unterschreitet, ändern sich die Regeln. Die Landkreise sind dazu verpflichtet, Lockerungen oder Verschärfungen umgehend bekannt zu geben. Wann genau sie das tun, kann jedoch differieren.

    Das Überschreiten der 100er-Grenze und die darauf folgenden Regelungen werden auch als "Notbremse" bezeichnet. Sie entsprechen in großen Teilen einer Rückkehr zum Teil-Lockdown wie im Januar und Februar.

    Laut Verordnung gelten die geänderten Regelungen ab dem zweiten Tag, nachdem die Voraussetzung für die Änderung eingetreten ist, aber frühestens einen Tag nach der amtlichen Bekanntmachung, die das Datum auch klar benennen muss. Außerdem können die Kreisverwaltungsbehörden weitere lokal zugeschnittene Maßnahmen verfügen.

    Wichtiger Hinweis

    Auf den folgenden Karten und Grafiken wird die Berechnung der Inzidenzeinschätzung anhand der Verordnung und der neuesten Fallzahlen des RKI abgebildet, nicht die letztendliche Entscheidung der einzelnen Landkreise und Städte. Da die Staatsregierung keine zentrale Datenübersicht zur Verfügung stellt, versichern Sie sich bitte immer auch auf der angegebenen Webseite Ihres Kreises/Ihrer Stadt.

    35, 50, 100, 200 - nach welchem Grenzwert richtet sich mein Landkreis?

    Ein Beispiel für die Berechnung: München überschreitet von Montag bis Mittwoch den bis dahin gültigen Grenzwert. Dann wird am Freitag erstmals die neue Stufe in der Karte angezeigt.

    Weil ein Grenzwert drei Tage in Folge unter- oder überschritten werden muss und die Zeitverzögerung zwischen dem Eintreten dieser Voraussetzung und der tatsächlichen Regeländerung eingerechnet wurde, kann diese Karte sich deutlich von der Übersicht über die tagesaktuelle Sieben-Tage-Inzidenz unterschieden.

    Kontaktbeschränkung, Kinderbetreuung, Einzelhandel

    In der folgenden Tabelle wir deshalb auch die Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz sowie ein Trend aufgezeigt, ob die Regelungen sich bald ändern könnten. Außerdem finden Sie hier die wichtigsten Regelungen, etwa zur Kontaktbeschränkung oder den Ladenöffnungen, aufgelistet.

    Ab den 12.April gelten geänderte Regeln. Sie sind in der Grafik berücksichtigt.

    Über das Suchfeld können Sie den Landkreis Ihrer Wahl finden.

    Inzidenzstufe für Schulen und Kitas für ganze Woche festgelegt

    Auch Schulen und Kitas in Bayern sind vom Stufenplan betroffen. Auch hier richten sich die Maßnahmen nach der Sieben-Tage-Inzidenz auf Ebene der Landkreise und Städte – allerdings wird bei der Bestimmung anders vorgegangen: Anstatt auf ein Drei-Tages-Intervall zu schauen, wird der Freitag als Stichtag festgelegt.

    Immer freitags gibt die Kreisverwaltungsbehörde anhand der an diesem Tag gültigen Sieben-Tage-Inzidenz bekannt, welche Inzidenzstufe für die kommende Woche gilt. Diese bleibt dann die gesamte folgende Woche über bestehen.

    Allerdings gibt es nach Paragraf 28 der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung auch hier Entscheidungsspielräume für die Städte und Landkreise. So entschied der Landkreis Forchheim etwa am 13. April, einem Dienstag, den Präsenz- und Wechselunterricht für die restlichen drei Tage der laufenden Woche auszusetzen - obwohl die Inzidenz am Freitag davor unter 100 gelegen hatte. Als Begründung gab der Landkreis die nachgewiesenen hochansteckenden Virusmutation und steigende Infektionszahlen an.

    Ab 12.4. gilt in Bayern eine Testpflicht an Schulen. Mehr Infos dazu hier.

    Die folgende Karte wird wöchentlich am Freitag für die darauffolgende Woche aktualisiert.

    Über die Daten

    Die Corona-Fallzahlen nach Meldedatum für die Landkreise stellt das Robert Koch-Institut täglich bereit. Aus diesen werden die Sieben-Tage-Inzidenzen der vergangenen Wochen täglich neu berechnet. Deshalb kann der zeitliche Verlauf an einem Tag auch leicht anders aussehen, als am Tag davor.

    Grund dafür ist die sogenannte Meldeverzögerung. Zwischen einer Infektion mit Covid-19 und der Feststellung können etliche Tage vergehen, die Meldung durchläuft mehrere Stationen. Deshalb gibt es jeden Tag Nachmeldungen, welche den zeitlichen Verlauf der Sieben-Tage-Inzidenzen im Rückblick verändern. Dies gilt besonders für die Inzidenzwerte der letzten Tage.

    Wann sich die Inzidenzstufen verändern, wird strikt nach der Logik der 12. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung berechnet.

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