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Weitere Zugausfälle bei der Länderbahn wegen Personalmangels | BR24

© BR/Sarah Beham

Erneut fahren bei der Länderbahn Busse statt Züge. Bereits seit Juli gibt es einen Notfallfahrplan - wegen Personalmangels. Der wird jetzt bis Ende Oktober verlängert. Die Länderbahn muss sich nun etwas einfallen lassen.

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Weitere Zugausfälle bei der Länderbahn wegen Personalmangels

Erneut fahren bei der Länderbahn Busse statt Züge. Bereits seit Juli gibt es einen Notfallfahrplan - wegen Personalmangels. Der wird jetzt bis Ende Oktober verlängert. Die Länderbahn muss sich nun etwas einfallen lassen.

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Bei der Länderbahn kommt es weiter zu Zugausfällen aufgrund Personalmangels. Das hat das private Eisenbahnunternehmen mit Sitz in Viechtach (Lkr. Regen) heute bekannt gegeben. Die Ausfälle betreffen die Strecken München-Regensburg-Schwandorf-Prag/-Hof, Marktredwitz-Weiden-Regensburg sowie Schwandorf-Cham-Furth im Wald-Domazlice. Statt der Züge werden weiterhin Busse auf den betroffenen Verbindungen fahren. Fahrgäste müssen längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen und auch die Fahrradmitnahme ist weiter eingeschränkt.

Ausfälle bis 31. Oktober

Bereits seit Juli fährt die Länderbahn wegen Personalmangels mit einem Notfallfahrplan und musste Ersatzbusse einsetzen. Damals ging das Unternehmen davon aus, dass sich die Lage zum Ende der Sommerferien entspannen würde. Nun werden die Ausfälle voraussichtlich noch bis zum 31. Oktober dauern, teilte die Länderbahn mit.

"Die Hauptursache für die außerordentliche Personalsituation sind nicht vom Arbeitsmarkt her besetzbare Planstellen in den Netzen und ein unverändert erhöhter Krankenstand." Jörg Puchmüller, Länderbahn-Sprecher

Heftige Kritik an Länderbahn

Schon im Juli gab es heftige Kritik an der Länderbahn, unter anderem seitens der Eisenbahngewerkschaft EVG in Regensburg. Die Länderbahn müsse den Beruf des Lokführers wieder attraktiver machen, beispielsweise müssten die Arbeitszeiten der Lokführer verbessert werden, hieß es.

Auch Politiker empörten sich damals über die Zugausfälle. Inakzeptabel etwa bezeichnete die SPD-Landtagsfraktion die gehäuften Zugausfälle. Der Grünen-Abgeordnete Jürgen Mistol aus Weiden in der Oberpfalz forderte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und die Staatsregierung auf, endlich zu handeln.

Maßnahmen der Länderbahn gegen Personalmangel

Wie es von einem Sprecher der Länderbahn auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks heißt, hat das Unternehmen bereits Maßnahmen gegen den Lokführer-Mangel ergriffen. So hat die Länderbahn einerseits zehn Lokführer aus Serbien nach Deutschland geholt. Wie es heißt, machen sie gerade ihre Fachausbildung und werden bis Ende des Jahres fertig sein. Sie sollen ausnahmslos in Bayern als Lokführer eingesetzt werden, so der Länderbahn-Sprecher. Der Kooperationsvertrag zur Verbesserung der Ausbildung von Fachkräften in Deutschland und Serbien wurde bereits im Februar unterzeichnet.

Andererseits werden auch deutsche Quereinsteiger aus anderen Branchen als Lokführer ausgebildet und eingesetzt. Wie es vom Länderbahn-Sprecher heißt, laufen derzeit mehrere Kurse hierfür. Auch das interne Länderbahn-Personal wird teils umgeschult, um den Mangel an Lokführer aufzufangen.