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Die IG Metall hat die Warnstreiks in der Tarifauseinandersetzung der Metall- und Elektroindustrie fortgesetzt. Insgesamt gab es in Bayern 22 Aktionen, auch in Franken. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Lohnerhöhung.

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Weitere Warnstreiks der IG Metall in Franken

Die IG Metall hat die Warnstreiks in der Tarifauseinandersetzung der Metall- und Elektroindustrie fortgesetzt. Insgesamt gab es in Bayern 22 Aktionen, auch in Franken. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Lohnerhöhung.

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Von
  • Birgitt Rosshirt

In der Tarifauseinandersetzung der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall in Mittel-, Unter- und Oberfranken zu weiteren, größeren Warnstreik-Aktionen aufgerufen. Bayernweit waren 22 Aktionen geplant, so die IG Metall.

IG Metall plant Autokino-Kundgebungen und Autokorso

Demnach machten bei FTE Valeo im unterfränkischen Ebern die Früh- und Spätschicht jeweils vier Stunden früher Schluss. Um 10 Uhr traf sich die Frühschicht zu einer Autokino-Kundgebung. In Bad Brückenau wurde beim Luftfahrt- und Automobilbau-Unternehmen GKN Sinter Metals ab 13 Uhr eine Menschenkette gebildet.

Im oberfränkischen Pegnitz fuhren die Beschäftigten des Pumpen- und Armaturenherstellers KSB am Mittag in einem Autokorso durch die Stadt.

Im mittelfränkischen Weißenburg gab es eine gemeinsame Autokino-Kundgebung von zwölf Betrieben. Hierzu aufgerufen waren unter anderem Mitarbeiter der Firmen Leoni in Weißenburg und Roth, Schaeffler und Bosch Industriekessel in Gunzenhausen, KraussMaffei in Treuchtlingen und Sill Optics in Wendelstein.

"Bis zum Ende der Woche werden wir unsere Warnstreiks auf hohem Niveau fortsetzen. Danach werden wir sehen, ob die Arbeitgeber den ernsthaften Willen haben, vor Ostern zu einer Lösung zu kommen oder ob sie eine Verschärfung der Tarifauseinandersetzung provozieren." Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern

Forderungen: Lohnerhöhung oder Verkürzung der Arbeitszeit

Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von vier Prozent. Bei Betrieben in der Krise will die Gewerkschaft eine entsprechende Verkürzung der Arbeitszeit vereinbaren. Die Arbeitgeber bieten nach einer Nullrunde in diesem Jahr Lohnerhöhungen erst ab 2022 an, die aber noch nicht beziffert worden sind. Zudem fordern sie, dass Krisenbetriebe bei bestimmten Bilanzzahlen ohne Nachverhandlungen mit der IG Metall automatisch vom Tarifvertrag abweichen können.

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