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Weitere Seniorenheim-Bewohner trotz Corona-Impfung infiziert | BR24

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Bewohner eines Seniorenheims in Neudrossenfeld sind trotz Impfung positiv auf die britische Mutante des Coronavirus getestet worden. (Symbolbild)

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Weitere Seniorenheim-Bewohner trotz Corona-Impfung infiziert

In einem Altersheim im Landkreis Kulmbach sind drei Bewohner positiv auf die britische Mutation des Coronavirus getestet worden, die zuvor zweifach geimpft wurden. Erst vor einer Woche waren in Hof 20 Infizierte trotz Impfung gemeldet worden.

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Von
  • Kristina Kreutzer
  • Thorsten Gütling

Das Seniorenheim "Haus Rotmaintal" in Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach steht unter Quarantäne. Vier Bewohner wurden positiv auf die britische Mutante des Coronavirus getestet. Wie der Kulmbacher BRK-Kreisverband mitteilt, waren drei der Betroffenen bereits vor einigen Wochen abschließend geimpft worden. Ein vergleichbarer Fall, allerdings mit deutlich mehr Infizierten, wurde in Oberfranken erst kürzlich aus Hof gemeldet.

Seniorenheim in Neudrossenfeld unter Quarantäne

Den Betroffenen in Neudrossenfeld gehe es soweit gut, sagte die Leiterin des Altenheims, Ulrike Schramm. Nur die vierte, nicht geimpfte Bewohnerin werde derzeit im Krankenhaus behandelt. Die Kulmbacher Gesundheitsbehörden haben das gesamte Haus unter Quarantäne gestellt. Besuche sind vorerst bis zum 1. April nicht erlaubt. Im "Haus Rotmaintal" leben 60 Senioren.

Erst vor einer Woche war bekannt geworden, dass in einem Altenheim in Hof 20 bereits doppelt geimpfte Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die meisten Infizierten hätten nur leichte Symptome und seien kaum ansteckend, hieß es damals aus dem Hofer Altenheim "Seniorenwohnen" des BRK.

Mehrere mögliche Ursachen für Infektionen trotz Impfung

Vom Robert Koch-Institut (RKI) heißt es auf Nachfrage des BR, für derlei Vorfälle gebe es mehrere mögliche Ursachen. Einerseits weise die Covid-Impfung zwar eine hohe Schutzwirkung auf - aber keine absolute. Möglich sei auch, dass sich die Betroffenen das Virus beispielsweise über den Rachen eingefangen hätten und der Abstrich genommen wurde, während der Körper noch mit der Immunabwehr gegen das Virus beschäftigt war. Innerhalb dieses Zeitraums könnten geimpfte Personen selbstverständlich positiv auf das Coronavirus getestet werden. Dass die Testergebnisse falsch sind, könne hingegen ausgeschlossen werden, so es sich um PCR-Tests gehandelt habe.

Der CT-Wert sei in diesen Fällen hoch und die Virenlast entsprechend gering. Die Betroffenen müssten zwar isoliert werden, seien aber nur schwach ansteckend und wiesen nur selten Symptome auf, die über die einer üblichen Erkältung hinausgingen.

RKI: Kein Anlass zur Beunruhigung

Derlei Fälle kamen jüngst in Bayern immer wieder vor, zuletzt in Roding in der Oberpfalz und im Landkreis Lindau in Schwaben. Zur Beunruhigung gäben derlei Vorfälle jedenfalls keinen Anlass, heißt es vom RKI. Die schwachen Verläufe zeigten vielmehr, dass die verabreichten Impfstoffe wirkten.

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