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Weitere Schneefälle in Bayern erwartet | BR24

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© BR/Christine Kerler

Nach einer kurzen Pause werden heute weitere Schneefälle in Bayern erwartet - vor allem an den Alpen und im Bayerischen Wald. Außerdem will sich heute Ministerpräsident Markus Söder in Bad Tölz über die Arbeit der Hilfsorganisationen informieren.

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Weitere Schneefälle in Bayern erwartet

Nach einer kurzen Pause werden heute weitere Schneefälle im Süden Bayerns erwartet. Die Bundeswehr schickt eventuell weitere Soldaten zur Hilfe. Ministerpräsident Söder besucht am Vormittag die vom Schneechaos betroffene Region.

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Die Atempause ist nur von kurzer Dauer: Die Schneefälle haben zwar etwas nachgelassen. Doch vor allem in Südbayern soll sich die Wetterlage wieder verschärfen. Die Bundeswehr schickt deshalb möglicherweise weitere Soldaten, die helfen sollen, die Schneemassen zu räumen. Weitere 300 Soldaten wurden laut Bundeswehr in Bereitschaft versetzt. Sorge bereitet den Experten weiter die Lawinengefahr.

Derzeit sind rund 350 Gebirgsjäger im Einsatz. Sie haben vor allem die Dächer von schwerem Schnee geräumt und Helfer mit Kettenfahrzeugen in schwer zugängliche Gebiete gebracht.

Auf Bayerns Straßen: Viele Blechschäden, aber kaum Verletzte

In der Nacht ist es im Verkehr vergleichsweise ruhig geblieben. Die Polizei in Schwaben, Niederbayern und Oberbayern berichtet im Zeitraum von Freitagnachmittag bis heute Früh zwar von mehr als 100 Unfällen. Hierbei handelt es sich jedoch zumeist um Blechschäden, weil Autofahrer wegen der Glätte ins Schlingern gekommen sind. Insgesamt gebe es nur ein paar Leichtverletzte. Gleiches meldet auch die Polizei in Oberfranken. Laut Angaben der Polizei entstand insgesamt ein Sachschaden von mehreren Hunderttausend Euro. Die oberfränkische Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer vorsichtig und vorausschauend zu fahren.

In fünf bayerischen Landkreisen gilt wegen Schnee der Katastrophenfall

Inzwischen gilt in fünf Landkreisen der Katastrophenfall. Zuletzt hatte das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen diesen gestern erklärt. Damit übernimmt die Behörde die Koordination der Hilfs- und Rettungseinsätze. Die oberbayerischen Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Traunstein und Teile des Berchtesgadener Lands stellten den Katastrophenfall bereits früher fest.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will sich heute selbst ein Bild von der Lage in den vom Schneechaos betroffenen Gebieten machen. Er nimmt am Vormittag an einer Besprechung der Einsatzkräfte in Bad Tölz teil, um sich über die Arbeit der Hilfsorganisationen zu informieren. Gestern kondolierte Söder zum Tod des neunjährigen Jungen, der am Donnerstag in Aying von einem unter der Schneelast umgestürzten Baum getroffen worden war. Söder sprach der Familie sein Beileid aus: "Es ist ein schmerzvoller und unersetzlicher Verlust für die Eltern, die gesamte Familie, Freunde und Angehörige. Meine Gedanken sind bei ihnen."

Jachenau wieder erreichbar - Zufahrt vom Schnee befreit

Die rund 880 Einwohner von Jachenau (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) können ihren Ort wieder problemlos verlassen. Die Hauptzufahrt von Lenggries aus ist seit gestern Abend wieder frei. Seit letzten Samstag war der Ort nur über einen Notweg zu erreichen. Die Gemeinde Jachenau war der erste Ort in Bayern, der durch den derzeitigen massiven Schneefall von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Zahlreiche Bäume waren unter der Last des Schnees zusammengebrochen und hatten die Hauptzufahrt nach Jachenau von Lenggries aus blockiert. Weiter eingeschneit bleibt die Gemeinde Buchenhöhe.

Schnee macht der Bahn schwer zu schaffen

Wegen verschneiter Gleise ist der Regionalverkehr in Teilen von Oberbayern, Schwaben und Niederbayern weiter eingestellt. Nach Angaben eines Bahnsprechers fallen auch in den kommenden Tagen zahlreiche Züge aus.

Auf hochgelegenen Bahnstrecken in Bayern tut sich die Bahn weiterhin schwer, den Verkehr angesichts der Schneemassen freizuhalten. Rund 600 Mitarbeiter und technisches Großgerät sind im Räumeinsatz.

Schneelage außerhalb Bayerns: Fernpass in Tirol bis Dienstag gesperrt

Die Fernpassstraße in Tirol (B179) wird wegen der Wetterprognosen vorsichtshalber für mehrere Tage gesperrt. Nach Angaben des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC gilt die Sperre zwischen den Orten Bichlbach und Lermoos seit Mitternacht und bleibt bis Dienstag, 19.00 Uhr, bestehen.

Davon betroffen sein könnten auch viele deutsche Urlauber und Pendler, da es sich bei der Fernpassstraße um eine Hauptreiseroute aus Deutschland handelt. Die deutsche Autobahn A7 wird am Grenztunnel Füssen zur österreichischen B179. Die Sperrung kann nur großräumig über Ehrwald und Garmisch-Partenkirchen umfahren werden.

Für morgen kräftige Schneefälle erwartet

Am Münchner Flughafen wurden gestern 90 Flüge gestrichen. Die Wetterlage entspannt sich nur vorübergehend, denn die Meteorologen erwarten für morgen kräftigen Schneefall im Alpenraum und dem Bayerischen Wald. So werden an den Alpen 30 bis 70 Zentimeter Neuschnee erwartet, in exponierten Lagen sogar bis zu einem Meter, so der Deutsche Wetterdienst.

An etlichen Schulen fällt auch zu Beginn der neuen Woche der Unterricht aus.